Es gibt wieder neues von der Bionic-Front. Wir haben jetzt unseren ersten "Live"- Patienten versorgt und das Ergebnis kann sich, wie ich finde, sehen lassen. Bionische Technologie muss nicht zwangsläufig kosmetische Aspekte vernachlässigen.
Die Abbildung zeigt die endgültige Form der Prothese mit eingelassenem Akku. Das ist zwar ein sehr großer Aufwand, aber eine so hochwertige Versorgung, die ja schließlich auch Prestige-Charakter hat, rechtfertigt m.E. die ein oder andere Arbeitsstunde zusätzlich.
Für interessierte Techniker ein kleiner Einblick:

- als Erstes haben wir den Schaft gegossen (nicht zu stabil und schwer), den Lotaufbau gemacht und noch einen 2. Guss gesetzt
- für den Aufbau haben wir nicht den Össur Akku-Dummy verwendet, sondern uns einen eigenen aus Hartgips gefertigt
- darüber haben wir dann eine Carbonschale gegossen, die wir dann an den Schaft geklebt haben
- danach haben wir einen Wadendummy aufgebracht und die Schale gegossen (an dieser Stelle sind die Informationen bewusst etwas dürftig ;-) , wer genauere Info´s möchte darf nachdem er seinen eigenen Grips zurate gezogen hat gern im Orthopädietechnik Forum anfragen)
- wenn man sich im Vorfeld sehr viel Zeit mit Anprobe und Statik genommen hat dürfte dann jetzt auch alles funktionieren
Ein richtiges Leichtgewicht ist die Prothese natürlich nicht, (aber immerhin unter 3kg), das ist aber zum Großteil dem hohen Eigengewicht von Fuß und Akku geschuldet. Dem Anwender ist das Gewicht erstaunlicherweise nicht aufgefallen.




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