Diese beiden voll belastbaren Stumpfarten können teilweise identisch versorgt werden. Bei der Chopart Spitzy Amputation ist der große Vorteil die Versteifung des Sprunggelenks. So kann die Ferse nicht mehr in Supination abkippen, was bei einem Chopartstumpf oft schwieriger zu versorgen ist.

Gelenklose Rahmenprothese nach Botta: Diese Prothese belässt dem oberen Sprunggelenk 10-15° Bewegungsfreiheit, ohne dass sie dafür ein Gelenk benötigt. Die Ferse ist eng gefasst um ein Abknicken zu verhindern. Der Rahmen reicht bis zur Tuberositas tibiae und kommt meistens ohne Gurte oder Schnürungen aus. Der Einstieg erfolgt von dorsal. Die Sohle kann aus Leder/Multisoft, oder auch Carbon gegossen werden.

Stelzprothese: Diese Prothese sieht kosmetisch nicht besonders aus, ist aber extrem anwenderfreundlich. Der Einstieg erfolgt meistens von dorsal. Mit Hilfe einer Lasche und ein bis zwei Gurten wird das Bein im Schaft gehalten. Ein herrausnehmbarer Weichwandinnentrichter ist möglich. Dieser ist gerade bei Stumpfschwankungen ein großer Vorteil. Durch den fehlenden Vorfuß ist das Abrollen extrem leicht, allerdings stellt sich durch die fehlende Rückstellkraft ein leichtes Hinken ein. Diese Versorgung wird auch oft als “Hausschuh” benutzt.

Mobilisator: Diese ältere Möglichkeit kann aus Leder, Multisoft, oder auch Harz/Silicon gefertigt werden. Der Prothesenschaft hält wie eine Spange den Fuß in der Prothese und kann wie eine Art passgenauer Schuh angesehen werden. Ein stabiles Sprunggelenk ist dabei von großen Vorteil.

Kurzprothese nach Bellmann: Modifizierte Version des “Mobilisators”. Bei sehr kurzen Stüpfen und abknicken des Sprunggelenks in Supination, kann ein gegossenes Unterschenkelteil auf den Mobilisator aufgesetzt werden. Dies gewährt hohe Stabilität und Sicherheit.