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Thema: Allgöwer bei schwerem Diabetes

      
   
  1. #1
    Orthopädietechnikermeister
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    Avatar von Rene
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    Allgöwer bei schwerem Diabetes

    großes Problem:

    wir sollen jetzt für eine Klinik einen Allgöwer liefern für einen Patienten mit schwerem Diabetes, welcher nach langer Liegezeit wieder mobilisiert werden soll. Das Problem an der Sache ist, das an der Fußsohle fast keine Haut vorhanden ist, man quasi direkt auf den Knochen schauen kann. Mein Problem ist jetzt das Risiko die Heilung durch den Druck der Vorfußfeder zu beeinträchtigen. Ohne die Vorfußauflage geht es aber auch nicht, zum einen wg. dem Risiko einer Kontrakturbildung, zum anderen wegen der Gefahr irgendwo anzuecken. Eine Alternative zum Allgöwer fällt mir aber auch nicht ein; euch etwa?

  2. #2
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    also nen klassischen Allgöwer sehe ich da auch sehr kritisch! Abgesehen von der Geschichte mit der Vorfußfeder sehe ich das abschnüren der Blutzirkulation auch als Risiko, gerade wenn der Patient u.U. auch schon ne Polyneuropathie hat !?!
    Was soll wirklich erreicht werden? eine komplette Entlastung?
    In ähnlichen Fällen haben wir mit 2-Schalen-Orthesen ähnlich wie man sie auch bei Charcot-Fuß baut versorgt. Um Verband um den Fuß wird man ja sicher eh nicht drumrumkommen!?!
    Also mein Vorschlag wäre Fixierung in ner 2-Schalenorthese mit abrollsohle drunter.
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  3. #3
    Orthopädietechnikermeister
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    Avatar von Rene
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    die Dinger kenn ich nicht; Du hast nicht zufällig n Photo? Wir haben heute ne Anprobe gemacht, mit dem Allgöwer; funktioniert leider gar nicht, da der Patient den hohen Druck unterhalb der Patella und an der Tibia nicht verträgt und kontralateral auch schon Ulcerationen sichtbar sind... kommt zwar nicht oft vor; aber in dem Fall bin ich echt ratlos

  4. #4
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    Sorry, bin gerade in Dänemark .. habe kein Bild da!
    Eigentlich aber gar kein so großer Akt! Du entlastest den Fuß halt nicht zu 100% sondern "schonst" den Fuß durch Fixierung mit Abrollsohle.
    Die Orthesen sind nach Gips im rechten Winkel und bestehen entweder aus einer 2-Schalenkonstruktion oder aber mit ventraler Anlage unterm Knie und Laschen aus Deusith, über die Anlage unter dem Knie und die Abrollung wird Druck vom Fuß genommen. Das Endprodukt muß dann gegossen / aus Carbon sein wegen der Stabilität, Polsterung aus lunairsoft o.ä.
    Gibt auch nen Kurs bei der Bufa da drüber ...
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  5. #5
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    Hallo.

    Habe vor einem Jahr einen ähnlichen Fall gehabt. Diabetes mit offener Ferse. Die Person wurde mit einen, ich glaube zumindest, ähnlichen "Stiefel" versorgt. Die Wundheilung ist zwar dennoch sehr schlecht und bis dato nicht abgeschlossen. Dies liegt allerdings an der zum einen schlechten diabet. Situation und einer über lange Zeit falsch geführten Wundbehandlung, die erst vor kurzen optimiert und von Diabetologen durchgeführt wird. Aber es ist zu erwähnen, das eine Amputation bis zum jetzigen Zeitpunkt abgewehrt werden konnte, was bei Betrachtung der Gesamtsituation als Erfolg gewertet wurde. Ein großer Nachteil der Versorgung besteht in der Sperrung des Sprunggelenkes über den langen Zeitraum! Aber wie schon gesagt wird die Entlastung durch vordere Anlage/Gesamtfläche US - wichtig bei AVK und Rolle erreicht. Hier mal ein paar Bilder :

    Zur zusätzlichen Entlastung der Ferse wurde selbige ausgespart und der Vorfuss durch eine diabetische Fussbettung, welche Herausnehmbar und leicht zu erneuren ist, teilbelastet

  6. #6
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    mmh Bilder ... brauche mal ein Anleitung, wie ich die bilder dauerhaft in den beitrag bekomme. Klappt nicht mit bild einfügen und als dateianhang nur sichtbar solange ich online bin - ja ich gebe zu bin kein computercrack!
    Danke.

  7. #7
    Orthopädietechnikermeister
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    Avatar von Rene
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    nett gemeinte Ratschläge Kollegen, aber wie gesagt; meine Beschreibung war nicht übertrieben: der Patient hat keine Weichteildeckung an der Fußsohle; einzig über den Zehen befindet sich noch Haut. Bei Rest der Foßsohle blickt man direkt auf die Knochen. Nach meiner Meinung ist der Fall nicht versorgbar; da ich die Körperlast 0% mit dem Fuß abfangen kann und nur minimal an Tibia und Patellaband (jedoch für die Versorgung nicht ausreichend); weiteres Problem ist das auch die kontralaterale Ferse schon offen ist...
    für mich als Techniker nicht verantwortbar...

  8. #8
    wow, schon mehr als 100
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    ...und noch ein Hinweis: Der Patient wiegt über 100 kg und ich habe mir das auch mit angeschaut und habe auch keine Idee was man da machen könnte!
    Alexander Wolf<br /><br />Sanitätshaus- Gesundheitsprodukte -careshop.de

  9. #9
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    was sagt denn der arzt? auch der muss es ja verantworten ...
    Wenn ich das so höre macht ja auch eine höhere Abstützung (Tuber) wenig Sinn ...
    Wenn da nicht "verbandtechnisch" was möglich ist sehe ich da allerdings auch wenig Chancen ... macht Ihr auch Care? Habt Ihr nen Wundmentor der sich das ggf. auch mal anschauen kann??
    Interdisziplinär bringt uns mitunter auch weiter ... mit unserem Konzept haben wir auch schon einen Arzt der OVST überzeugt der der Meinung war "der Fuß geht nie zu" .. denkste ... drei Monate später mit einer guten Wundversorgung konnte der Mann mit orthopädischen Schuhen wieder laufen ohne Probleme ....
    Aber zurück zu Eurem Fall ... nehmt den Doc doch mit in die Verantwortung ... wenn er der Meinung ist das geht ...
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  10. #10
    ist häufiger hier
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    Re: Allgöwer bei schwerem Diabetes

    wäre es nicht gerade jetzt sinnvoll wenigstens eine Seite ausreichend zu entlasten, wenn es schon beide Füße betrifft

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