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Thema: CAD vs. handmade...

      
   
  1. #1
    wow, schon mehr als 100 Avatar von heini
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    CAD vs. handmade...

    Mahlzeit;

    ich wollte heute abend mal eine kleine Diskussion lostreten. Die Industrie versucht ja nun mehr und mehr uns den Gips aus der Hand zu nehmen, früher war es IPOS, heute ist es Össur CAD, ETS von Bock oder das Omega System von Ohio Willow Wood. Die Industrie findets klasse; natürlich passen die Dinger auch perfekt und mittlerweile gibt es ja auch Definitiv-Schäfte ausm Computer und offensichtlich passen die Dinger ja wirklich nicht schlecht.

    Wo soll das hinführen? Auf der einen Seite machen uns die Kassen kaputt, immer schlechtere Preise wesentlich höhere Ablehnungsrate als früher. Auf der anderen Seite spielen wir uns selber k.o. Ich meine High-Tech hin oder her, sicher darf man sich solchen Dingen nich vollständig verschließen, aber was wird dann in 10-20 Jahren aus der Branche? Die eine Hälfte muss umschulen und die andere wird zum maßbandschwingendem Einzelkämpfer?

    Wie seht Ihr das?
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  2. #2
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    Re: CAD vs. handmade...

    Heute hab ich im Keller 10 alte Packungen I-cast gefunden ( haltbar bis 1998..... ), ausserdem kenn ich nur betriebe bei denen die CNC Fräse in der Ecke verstaubt, aber niemand der NC Fräsen verwendet. Von daher würde ich die Tür zum Gipsraum vorerst mal nicht zumauern (wie unsere Putzfrau immer fordert).
    Ich hab bisher nur mit vorgefertigten Probeschäften zu tun gehabt, und da gibt es auf dem Weg zum endgültigen Schaft und zur fertigen Prothese noch einiges an Arbeit zu tun.
    Klar wäre es mal wieder lustig, einen Halbfilzfuss zu schnitzen oder eine Schiene selbst zu schmieden, aber diese zeiten sind halt vorbei. Sollte irgendwann auch die Schaftfertigung nichtmehr im Haus stattfinden, bleiben immer noch genug tätigkeiten in der abänderung und einstellung der Prothese übrig, um unseren Beruf zu rechtfertigen. Logisch, das dann aber mehr arbeit von weniger Mitarbeitern geleistet werden kann.....


  3. #3
    scheint sich auszukennen
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    Re: CAD vs. handmade...

    Kann da HansHarz nur bestätigen .... überlegt mal wie lange es die Ipos Geschichte oder auch die neuere ETS Geschichte von Bock schon gibt. Und, hat es sich durchgesetzt?
    Also ... man kann von Einzelerfahrungen sicher nicht pauschal auf alles schließen.. mit etwas Erfahrung bekommst Du aus ner Fräse sicher auch passable Schäfte ...
    Die Frage ist ob es dann wirklich einfacher wird ...
    Wir haben das Össur System einmal getestet ... MIT Außendienstler von Össur ... (der hat es selbst gemacht).
    Das Ergebnis war völlig indiskutabel, egal welche Schaftform oder was auch immer man im Unterschenkelbereich favorisiert .. das ging überhaupt gar nicht ...
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  4. #4
    Orthopädietechnikermeister
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    Avatar von Rene
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    Re: CAD vs. handmade...

    ... das hat sich aufm Össur-CAD Seminar aber anders angehört

  5. #5
    wow, schon mehr als 100 Avatar von heini
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    Re: CAD vs. handmade...

    ...also seht Ihr da nachwievor keine Probleme für einen vernünftigen OT ; das ist gut.
    Sicherlich kann man sich nicht dagegen wehren; und bisher hat sichs ja wirklich immer von selber erledigt, aber die neue Generation von OT-Chefs steht der Angelegenheit sicherlich wesentlich offner gegenüber...
    Rock the Rebel - Metal the Devil

  6. #6
    scheint sich auszukennen
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    Re: CAD vs. handmade...

    also wie gesagt .. össur cad für nen guten unterschenkelstumpf war voll für den eimer, das hätte nen azubi im 2.lehrjahr besser hinbekommen ...
    und der stumpf war meines Erachtens einfach .. ich lasse sowas gerne bei einer meiner lnagjährigen Kundinnen machen die auch sehr gut lokalisieren kann wenn es Probleme gibt ... der Stumpf ist relativ schlank und knochig ... also die Maße hätten meines Erachtens 1a übertragen werden können ... und wenn es bei so einem "Idealstumpf" unter "idelabedingungen" schon nicht klappt, wie wird das dann im Alltag?
    ich kann mir schon vorstellen das ein GUTES System uns Techniker irgendwann "ablösen" wird ... aber momentan sehe ich da noch nicht viel was einen techniker ersetzen kann ....
    Da schaff ich mir lieber ein paar Hilfskräfte an die für wenig geld die ganzen routinearbeiten abwickeln ... und bin zeitlich unabhängiger von Logistik und Hersteller ...
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  7. #7
    Orthopädietechnikermeister
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    Re: CAD vs. handmade...

    @ Ronja

    ich glaube auch noch nicht so richtig dran das bei jedem Stumpf so funktioniert, gerade bei komplizierten Formen wie MAS-Schäften; obwohl ich auch Kollegen kenne, die mit dem System erfolgreich arbeiten. Ich denke da ist immer noch eine Menge Tüftel-Arbeit notwendig, bevor ein guter Techniker ernsthaft in Gefahr gerät...

  8. #8
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    Re: CAD vs. handmade...

    Solllte es eines Tages möglich sein, preisgünstig gleichbleibend gute und reproduzierbare Versorgungen mit auswärts gefertigten Schäften wird sich Fremdfertigung durchsetzen.
    Wenn dieser Punkt erreicht ist, müssen wir uns meiner meinung nach diesem Fortschritt öffnen, da die bessere und konstantere Qualität dem Patienten dient. Wie im ersten post gesagt, derzeit sehe ich vorteile der Fremdfertigung nur für wenige Patienten gegeben.
    Schaftbau ist derzeit sicher eine der wichtigsten arbeiten in der Prothetik, aber ohne die richtige Passteilauswahl, den richtigen Aufbau und kostengünstiger Fertigung bringt auch der weltbeste Schaft weder Patienten noch Firmenkonto Befriedigung....

    schöne woche an alle

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