Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen:
Bin 29 Jahre jung, bin seit 1,5 Jahren Oberschenkelamputiert, genauer Knie-exartikuliert. Grund war eine Krebserkrankung im linken Unterschenkel.
Nach Erstversorgung mit einem Liner-schaft und einem alten Kniegelenk von Otto Bock (genaue Bezeichnung hab ich vergessen) Seit August letzten Jahres haben ich einen Schaft, der innen zur Hälfte mit einem entnehmbaren liner aus Kunststoffschaum (flexibel) und außen aus einem durchsichtigen Materiel gearbeitet ist, der mittels Rückschlagventils unter Vakuum gesetzt werden kann. Darunter als Knie-Gelenk ist ein Hybrid-Knee in spezieller Knie-Ex Variante von Neuhof verbaut, welches mittels Otto-Bock Standrohradapters/ mit einem Otto Bock Fuß verbunden ist.
Prinzipiell bin ich damit sehr zufrieden, habe auch einen guten Grad der Bewegungsfreiheit wiedererlangen können. (Fahrradfahren,Mopedfahred,Bühnenaktivität als Musiker, Hund,...)
Ist das denn ein MAS-Schaft, den ich da habe? Gibt es noch bessere Lösungen für meine Versorgung? Mein Stumpf ist meiner Meinung nach gut belastbar, die Schnittnarbe ist laut den Operateuren untypisch weit nach hinten verlaufend, da dies die besondere Lage des Tumors so erforderte.
Über ein Feedback würde ich mich freuen.
LG





Hallo HELL.ge,
Nein, das glaube ich nicht. MAS Schäfte werden eigentlich nur für Oberschenkelamputierte (also mit durchtrenntem OS-Knochen) hergestellt und eigentlich auch nur da sinnvoll. Bei knieexartikulierten stellt sich z.B. das Problem der Lastübertragung auf die Prothese eigentlich nicht, da der OS-Knochen im Kniegelenk ja tragfähig ist (im Prinzip auch zu 100%). Bei OS-amputierten ist das anders.Ist das denn ein MAS-Schaft, den ich da habe?
Ob es noch bessere Lösungen gibt kann ich Dir so nicht beantworten; zum einen weil die Einschätzung doch immer recht subjektiv ist, zum anderen weil ich Deinen Schaft nicht kenne...


Da kann ich Rene nur zustimmen. Zur Narbe möchte ich noch anmerken daß diese bei der Knie-Exartikulation normalerweise nach hinten, und damit außerhalb der Belastungszone gelegt wird. Es wäre ein Fehler wenn die Narbe am Stumpfende liegt. Gibt Probleme bei der Belastung.
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