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Thema: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

      
   
  1. #1
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    Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    Hallo,

    mir wurde vor vielen Jahren nach einem Unfall der Unterschenkel nicht sehr weit über dem Knöchel amputiert. Ich habe hier im Forum schon einige Beiträge gelesen über Nachamputation, wollte euch aber meinen speziellen Fall auch noch mal schildern. Ich denke aus dem Grund darüber nach, weil ich zum einen eine recht empfindliche Stumpfspitze habe an der sich auch immer wieder Knötchen bilden und weil ich natürlich auch mit der Fußauswahl sehr eingeschränkt bin. Mit den Ärtzen und meiner Orthopädietechnik habe ich das natürlich schon besprochen; aber die letzte Entscheidung liegt natürlich bei mir und noch ein-2 Meinungen mehr können sicherlich nicht schaden...

    LG
    bibi

  2. #2
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    Hallo bibi,

    da die Fachleute sich icht äußern, will ich es als Betroffene versuchen.
    Geh ich recht in der Annahme, daß Du eine Frau bist?

    Man ist ja bemüht, die Behinderung möglichst auszugleichen und eine neue Normalität herzustellen..

    Bei mir fing es im fuß an. als man von Amptutation sprach, sagte man gleich, daß es am besten am unteren Wadenende sein.
    Es kam dann aber ganz anders, so daß mir heute auch das Knie fehlt. Ich habe mich aber durchgekämpft und bin heute wieder glücklich mit partner und Arbeit und kann recht unauffällig gehen.

    Vielleicht bin ich da lockerer, weil ich es aud "höherer Sicht" sehe.
    Wenn Du dann Deinen Traumfuß bekommen kannst, würde ich keinen Moment warten.
    Ein Karbonfußfuß sollte es unbedingt sein. Frauen wünschen sich auch was verstellbares.

    Es gibt auch von Össur was neues mit Elektronik, könnten die fachleute Dich näher informieren.

    Ich wünsch dir Mut und viel Glück.

    lg
    blondemaus

  3. #3
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    Hallo Bibi,
    es ist sehr schwierig Dir hier ohne detailliertere Kenntnisse was zu "raten".
    Ein Stumpfrevision oder Nachamputation muss gut überlegt sein, wer garantiert Dir das Du hinterher weniger Probleme hast? Ohne Deine Probleme jetzt genau zu kennen ist es wie gesagt sehr schwierig genau Infos zu geben .. Ich habe Kunden mit sehr langem Stumpf die kommen super zurecht weil sie einen langen Hebel und damit viel Kraft im Stumpf haben und der Schaft auch nur bis gerade zum Knie geht, der Stumpf wird alleine aufgrund der Länge gut im Schaft fixiert.
    Je kürzer Dein Stumpf ist desto ungüsntiger werden die Hebelverhältnisse.

    Auf der anderen Seite steht dann halt die Aufbauhöhe des Fusses. Es gibt auch gute "kurze" Füße, kommt halt auf die genau Länge Deines Stumpfes bzw. auf den Abstand zwischen Fuß und Boden an. Das alleine kann aber fast nicht das Problem sein, weil Du gute flache Carbonfüße auch bekommst ...
    Der mikroprozessorgesteuerte Fuss ist der ProPrioFuss von Össur, gibt es aber erst ab Fußlänge 25 cm und wenn Du auf Kosmetik Wert legst und eine schlanke Fessel hast kommt der momentan nicht in Frage ... eine "kleinere" Version ist noch nicht auf dem Markt!!
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  4. #4
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    Hallo Ronya98,

    ich fühle mich von dir angesprochen.
    Warum bringst Du in diesem Fall den Hebel ins spiel?

    Wenn ich das im Studium gelernte einsetze, ist es das Verhältnis von Stumpflänge zu Prothesenlänge.
    Da ist doch der os-amputierte dan immer ungünstiger dran.
    Ich habe damit keine Probleme, weil ja auch die Schwerkraft nach unten wirkt und ich keine Gymnastik mit Beinheben mache.

    Bibi hat das Problem, daß sie selbst entscheiden muß. Das ist immer schwer, als wenn man "nur" akzeptieren muß. Es stehen immer psychische Probleme dahinter.
    Eine Frau tut alles für die Männer, um das Erscheinungsbild zu verbessern.

    Sie ist bestimmt besser dran als ich, obwohl ich wieder glücklich bin. Da spielt aben eben auch die rolle, daß ich einen Partner und einen guten Job habe.
    wichtig ist, daß man die Prothese den ganzen Tag tragen kan und sich darauf einstellt, wie man damit umgeht. Ich warte trotzdem auf bessere Technik!

    Es wäre natürlich gut, wenn sich Bibi selbst ergänzend äußern würde.
    Aber vielleicht schaut sie ja nicht mehr rein, weil kene antwort kam.

    einen guten Tag
    blondemaus

  5. #5
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    Hallo Ihr Beiden,

    @ronya98
    danke für die Tips; genau soetwas fehlt einem Laien im Denkschema, kurz gesagt meinst Du sicherlich, dass ich das richtige Verhältnis zwischen Stumpflänge/Kraft im Schaft und dem Fuß finden sollte bzw. das mein langer Stumpf nicht nur Nachteile hat.

    @blondemaus
    ich denke nicht darüber nach, mir das Knie amputieren zu lassen, sondern lediglich den Unterschenkel noch etwas zu verkürzen...

  6. #6
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    hey eryna,

    hab dich schon recht verstanden, war aber in ähnlicher situation.

    du mußt es wissen, was Du erwartest und was dir was wert ist.

    Ich wünsche dir viel erfolg und die richtige Entscheidung.
    liebe Grüße
    Karin

  7. #7
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    Re: Nachamputation bei sehr langem Unterschenkel

    korrekt! Wollte nur sagen das ein langer Stumpf durchaus nicht nur Nachteile hat .. es ist vieles was man dabei bedenken muss und ich habe versucht in meinen augen nicht unwichtige Aspekte aufzuführen. Und erfahrungsgemäß hat man mit einem langen STumpf deutlich mehr Kontrolle und Führung in einer Prothese als bei einem kurzen Stumpf, das gilt für Ober- wie Unterschenkelamputationen ....
    *.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*

  8. #8
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    Also Leute, bin beidseitig Unterschelkel Amputiert und hatte bis jetzt ein gutes Leben damit vor allem eine gute und Verständnissvolle Partnerin und das seit 19 Jahren. Jetzt fangen die Probleme an. Mein rechter Stumpf "wächst" nach, daß heißt eine Kalk Bildung am Stumpf Ende. Jetzt bin ich am Überlegen ob es nicht besser wäre den Stumpf nach Operieren zu lassen, zumal der Orthopädie Techniker meines Vertrauens auch schon mal sowas Anklingen lies. Vielleicht ist ja jemand in der selber Lage wie ich und kann mir doch den einen oder anderen Vorschlag machen
    L.G. Moormann

  9. #9
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    Hey Ihr,
    also an dich Moormann, ich hatte auch so eine knöcherne Verwachsung und habe diese operieren lassen, das war kein großes Ding. Die wachsen wohl häufig und recht unterschiedlich. Es gibt wohl Menschen deren Stumpf einmal im Jahr korrigiert werden muß, weil die solche Kalkablagerungen haben, die dann auch stören andere bekommen die nie (soweit ich verstanden habe ein bisschen sowas wie ein Überbein).
    Ich hatte die Hoffnung, dass dieses Ding drückt und ich mit der Operation meine Phantomschmerzen verringer kann, war nicht so. Ich weiß es nicht mehr ganz genau, aber ich glaube dass ich nach ca. 4 Wochen wieder belasten konnte und nach 6 Wochen wieder alles beim alten war. Ist halt ne Operation mit all ihren Risiken und danach eine Wunde mit all ihren unangenehmen Begleiterscheinungen.
    Aber das ist ja was anderes als sich den Stumpf noch mal verkürzen lassen. Wobei ich immer zu bedenken geben würde, dass die Probleme teilweise einfach mit verrutschen. Also wenn man zu Verknöcherungen neigt, neigt man mit einem 3cm kürzerem Stumpf wohl auch wieder dazu. Andererseits, kann natürlich eine besser gesetzte Narbe ... auch zu Verbesserungen führen.

  10. #10
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    Also, mit Phantom Schmerzen hatte ich bis jetzt keinerlei Probleme. Der Linke Stumpf ist einfach nur "zu lang" geworden. Klar nach der Nachamputation werden erst einmal wieder Probleme mit den Prothesen auftreten, bin aber der Meinung das es dann besser mit meinem Laufen wird. Das Problem mit dem linken Stumpf ist das einfach keine oder nicht Genügend Weichteil Abdeckung da ist. Hoffe dann Natürlich das der Operateur auf meine Vorstellungen derr Stumpf länge eingeht.

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