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Autor Thema: Forenprojekt - neuartige Low-Cost Beinprothese  (Gelesen 747 mal)
Michael Mann
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« am: Freitag, 15 Jan, 11:37:41 »

Hallo!

Mir geht schon seit längerem eine Idee nicht aus dem Kopf,
die die Realisierung einer ganz relativ einfachen, aber modernen Prothese
für Oberschenkelamputierte betrifft.
Mir geht es dabei besonders um einen Knie - Ersatz bzw. um dessen Wegfall.

Ich würde diese Idee gern für Euch Papier bringen und hier diskutieren.
Gäbe es Leute, die sich an sowas beteiligen würden?

Interessant wäre (falls meine Idee nicht total absurd ist) ob es irgendwie die
Möglichkeit gäbe einen Prototypen herzustellen ... aber das ist noch ein langer Weg.

Viele Grüße,

Michael
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René
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« Antwort #1 am: Freitag, 15 Jan, 19:10:12 »

Ich bin neugierig  Smiley

Her damit...
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Michael Mann
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« Antwort #2 am: Sonntag, 07 Feb, 15:48:06 »

Also, o.k.

Ich muss dazu sagen. Ich bin überhaupt nicht vom Fach. Also seid Bitte gnädig, was das verlachen angeht. Hab mir nur so meine Gedanken gemacht und möchte diese hier mit Euch teilen. Sorry, dass es so lange von der Ankündigung bis zur ersten Datei gebraucht hat - ich hatte viel um die Ohren in den letzten Wochen.

Schade, dass man hier nur Dateien bis 1,1MB hoch laden kann. Deswegen hier ein Link zur Datei:
http://web.me.com/michael.mac.mann/temp/osp_idee.pdf

Ich kann mir eigentlich nicht mal vorstellen, dass es so einen Ansatz noch nicht gegeben haben soll. Wenn dem so ist, vielleicht weis jemand, wieso diesen Prinzip nie weiter verfolgt wurde. Falls es sowas doch noch nicht gab, wäre eine lebhafte für/wieder Diskussion doch schön.

Viel "Spass" beim lesen und viele Grüße!

Michael
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« Antwort #3 am: Sonntag, 07 Feb, 19:44:40 »

Hi Michael;

zum "verlachen" ist das nix. Du hast Dir da echt eine Menge Gedanken und Mühe gemacht. Ich hab dein PDF erst mal nur überflogen, denke es ist zumindest die Diskussion darüber wert. In wie weit sich das jetzt praktisch nachverfolgen lässt ist mir jetzt aber auch erst mal nicht so richtig klar.

Was mir beim lesen aufgefallen ist:
Deine Hauptzielgruppe liegt im LOW Budget Bereich, oder? Da könnte ich mir durchaus Probleme bei der Gestaltung der Elektronik/Steuereinheit vorstellen, da diese erfahrungsgemäß meist recht preisintensiv ist.

Und das System soll ohne mechanisches Gelenk funktionieren?!?
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René
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« Antwort #4 am: Sonntag, 07 Feb, 19:49:03 »

Ich hab euch mal aus dem Lehrlingsbereich rausgeschoben  Zwinkernd ; ich werd mich heute abend auch mal an das PDF machen.

@Michael PS.: Du scheinst auch auf Apple Produkten unterwegs zu sein, kluge Entscheidung  Grinsend
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Michael Mann
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« Antwort #5 am: Montag, 08 Feb, 17:00:02 »

...denke es ist zumindest die Diskussion darüber wert.

das wär schon schön

In wie weit sich das jetzt praktisch nachverfolgen lässt ist mir jetzt aber auch erst mal nicht so richtig klar.

mir leider auch - aber mit Euren Erfahrungen, kann man das vielleicht gemeinsam abschätzen

Deine Hauptzielgruppe liegt im LOW Budget Bereich, oder? Da könnte ich mir durchaus Probleme bei der Gestaltung der Elektronik/Steuereinheit vorstellen, da diese erfahrungsgemäß meist recht preisintensiv ist.

O.k. da würde ich evtl. erstmal etwas zurück rudern. Hauptaugenmerk wäre aus meiner Sicht schon auf der Funktion.
Wenn ich mir aber überlege, was alles in so einem computergesteuertem Knie abläuft, dann könnte ich mir vorstellen, das diese Aufgaben ungleich schwerer zu realisieren waren, als ein einfaches ...ich sag mal "raus/rein".

Und das System soll ohne mechanisches Gelenk funktionieren?!?

Ja, ohne Gelenk ergeben sich aus meiner Sicht zwei schon recht große Vorteile:

1.) mechanisch einfacherer Aufbau, dadurch auch einfacher zu steuern
2.) jederzeit ein Bein (kein plötzliches abknicken; keine Schwungphase, die es abzuwarten gilt u.s.w.)

Klar, auch eine Menge Nachteile. z.B. das Sitzthema, was gelöst werden müsste.
Parallel überlege ich mir auch schon die ganze Zeit etwas in Richtung Schaft. Hab aber noch nix genaues.

Mein Ansatz is eher der, ein sicheres, anatomisch sinnvolles und funktionierendes Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen. Unabhängig von der Optik. Mit Anatomisch sinnvoll meine ich positive Auswirkungen auf den Gerüstapparat.
 

Ich hab euch mal aus dem Lehrlingsbereich rausgeschoben  Zwinkernd ; ich werd mich heute abend auch mal an das PDF machen.

Danke, ich dache ich siedle das als Greenhorn mal lieber dort an.

@Michael PS.: Du scheinst auch auf Apple Produkten unterwegs zu sein, kluge Entscheidung  Grinsend

Jepp. Ich bin seit 2005 ver-mac-t und ganz zufrieden damit.
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René
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« Antwort #6 am: Montag, 08 Feb, 20:32:43 »

So, ich hab mich mal durchgearbeitet; Du hast Dir ne Menge Mühe gemacht. Bevor ich mich dazu äußern kann / will, würde mich mal Deine Zielgruppe interessieren (die entscheidenen Einfluss auf meine Meinung hat  Zwinkernd ). Eher alte, gebrechliche Menschen mit großem Sicherheitsbedürfnis oder richtig Low Budget für Entwicklungsländer oder ganz was anderes?!?
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Michael Mann
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« Antwort #7 am: Dienstag, 09 Feb, 17:44:37 »

Eher alte, gebrechliche Menschen mit großem Sicherheitsbedürfnis oder richtig Low Budget für Entwicklungsländer oder ganz was anderes?!?

Naja, die Entwicklungsländer als Zielgruppe sind vielleicht erstmal eher sekundär.
Ganz so billig wird die Sache zumindest am Anfang sicherlich nicht werden.

Vordergründig würde ich schon eher die Leute mit erhöhtem bis sehr hohem Sicherheitsbedürfnis sehen.
Diese müssen ja nicht unbedingt alt und gebrechlich sein.

Viele Grüße!
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« Antwort #8 am: Mittwoch, 10 Feb, 21:00:53 »

Zitat
Ganz so billig wird die Sache zumindest am Anfang sicherlich nicht werden.

Das denke ich auch; Entwicklung/ Tests/ Zulassung als Hilfsmittel mit aufwendigen Prüfverfahren  Huch

Ich sehe Deine Zielgruppe eher kritisch; der kosmetische Aspekt ist nicht ganz so zu vernachlässigen, wie du viel. denkst. Zumal die Alternativen zu dem System ja auch nicht wirklich schlecht sind (bspw. Feststellknie mit Gelenkfuß o.ä.). Da fällt es eher schwer Argumente für das Stelzbein zu finden, auch weil das Gangbild bei sehr unsicheren Patienten mit beiden Systemen (Deinem und den Bekannten) schlecht sein wird.
Vielleicht kannst Du ja Deine Idee noch etwas weiterentwickeln und statt einem kompletten Unterschenkel-Teil eine Art "Teleskoparm" als Rohrersatz austüfteln, mit dem man klassische Gelenke und Füße verwenden kann...
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Michael Mann
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« Antwort #9 am: Mittwoch, 10 Feb, 21:44:16 »

Vielleicht kannst Du ja Deine Idee noch etwas weiterentwickeln und statt einem kompletten Unterschenkel-Teil eine Art "Teleskoparm" als Rohrersatz austüfteln, mit dem man klassische Gelenke und Füße verwenden kann...

Naja, genau so hab ich mir das ja gedacht...
Anstelle eines durchgängigen, starren Rohres, wie es beim klassischen Stelzbein der Fall ist, soll in meiner "modernen" Variante diese teleskopartige, motorgetriebene Einheit eingesetzt werden.

So beim Gehen an sich, macht ein Knie/Fuss abstrakt gesehen ja auch nix anderes, als eine Längendifferenz auszugleichen und hi und da einen Kraftimpuls auszulösen bzw. einen Stoss abzufangen.

Das Gangbild stell ich mir gar nicht mal so schlecht vor.
Weil 1.) durch die Längenänderung das "moderne" Stelzbein gerade von hinten nach vorn geführt werden kann und nicht in einem Bogen aussen herum geführt werden muss um nicht "hängen" zu bleiben und 2.) in der Belastungsphase die Länge auch geändert werden wird, was das sonst typische "hinken" verhindern soll.

Das Feststellknie mit Gelenkfuss ist in dem Sinne ja auch nix anderes als ein starres Stelzbein - oder?

Ob ein richtiger Fuss ran sollte oder nicht ... in dem Punkt bin ich mir noch nicht sicher. In dem Fuss könnte man auf jeden Fall tolle Sensoren unter bringen...auf der anderen Seite muss man das Ding dann wieder bei der dynamischen Längenänderung mit einberechnen, was wieder zu Unsicherheiten führen könnte.

Über die Optik würde ich mir erstmal auch keine Gedanken machen ... in USA wird das C-Leg z.B. auch sehr gerne "offen" getragen ... die kosmetischen Versorgungen können ein echtes Bein sowieso nicht ersetzen - irgendwie fällts doch immer auf.
Dann lieber ein stylischer Ersatz, der richtig gut funktioniert und nicht so teuer ist -oder?

Viele Grüße!
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René
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« Antwort #10 am: Dienstag, 16 Feb, 20:55:48 »

Die Technik dafür gibt es auch schon; allerdings nicht mit Hydraulik. Schau dir mal den Aufbau vom Proprio-Foot an; da ist ein Gewinde-Antrieb drin, der dürfte wesentlich schneller sein...

Zitat
Das Feststellknie mit Gelenkfuss ist in dem Sinne ja auch nix anderes als ein starres Stelzbein - oder?

Quasi ja, aber ich würde mir etwas anderes als Stelzbein einfallen lassen...
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« Antwort #11 am: Donnerstag, 18 Feb, 13:50:16 »

Schau dir mal den Aufbau vom Proprio-Foot an; da ist ein Gewinde-Antrieb drin, der dürfte wesentlich schneller sein...

Ui, das ist interessant. Genau an so etwas hatte ich gedacht. Ein Motor, der durch Drehung (rechts/links) die Auszugslänge bestimmt. Bei einem Fuss sind das ja nur wenige Zentimeter, wenn überhaupt. Für meine Idee bräuchte mal halt schon 10cm +/-5cm "hub". Den ProprioFoot schau ich mir dann gleich mal an ... hoffentlich gibts da Infos im Netz dazu.

Quasi ja, aber ich würde mir etwas anderes als Stelzbein einfallen lassen...

Wie meinst Du das? Gehts Dir um den Namen? ...man könnte das ganze ja "P-Leg" nennen (Piratenbein) ...oder ganz deutsch "Gelenklose Vario Beinprothese". oder, oder, oder
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