Keiner hat eine Idee? Ich schon, müßt Ihr Euch eben überraschen lassen.


Ich versuche das modellieren in 3D am Computer zu verbessern. Dazu gehört erst einmal eine veränderte Datenerfassung (Scanning) und dann natürlich eine detailliertere Darstellung des 3D-Modells am Bildschirm.
Bitte Euere Vorschläge und Ideen was solch ein System können sollte, bzw. was Ihr sehen wollt. Ihr könnt da ruhig kreativ sein und Wünsche äußern die jetzt vielleicht noch utopisch klingen. Wer weiß ..............


Keiner hat eine Idee? Ich schon, müßt Ihr Euch eben überraschen lassen.





Ich denke die Einen hätten lieber eine eierlegende Woll-Milch-Sau, quasi eine Software die am Besten aus einem Foto den perfekten Schaft zaubern kann, andere auch Angst um Ihren Arbeitsplatz wohl lieber gar nix in der Richtung.
Spann uns doch mal nicht so auf die Folter; was schwebt Dir denn so vor![]()


Ich beantworte Deine mail in 2 Teilen. Einmal ein seltener Ausflug in Berufspolitik, zum Anderen Fachlich.
a) Für diejenigen die Angst um den Arbeitsplatz haben. Unser Wohlstand basiert zu einem guten Teil auf unseren technischen Vorsprung vor anderen Ländern. Wenn unsere Firmen nicht mehr den neuesten Stand der Technik representieren sinken unsere Exporte und dann können wir uns wirklich Sorgen machen. Die echte Gefahr lauert in einer ganz anderen Ecke. Stellt Euch einmal vor wenn man Gliedmaßen aus Stammzellen züchten kann.
b) Viele der jetzt verfügbaren Systeme sind Augenwischerei oder ein Mittel etwas höher abzurechnen. Es darf bezweifelt werden daß die resultierenden Produkte besser funktionieren als mit dem Gipsabdruck. Moire-Muster auf den Rücken zu projezieren ist ja ganz amüsant, aber praktisch bringt das wenig. Ich erkenne allerdings an daß Klappern zum Geschäft gehört. Und Kunden erfolgreich zu werben is auch ein Erfolg.
Mein Interesse ist funktioneller Art. Echter technisch-funktioneller Fortschritt in der Orthopädietechnik der tatsächlich zum automatisierten Modelliervorgang führen kann, und dann natürlich zur CAM Herstellung. Das geht aber nicht nur über reine Oberflächenscanner.
Und dann sollte so ein System bedienbar sein. Speziell auch für uns ohne Dr. Titel. Und dann muß so ein System bezahlbar sein und unsere praktischen Anforderungen erfüllen.
Ich habe ein Konzept entwickelt wie dies möglich ist und suche für diese Neue Technology die ich Deep Scan getauft habe einen industriellen Partner. Aber für Details ist es hier im Forum noch zu früh.
Na da bin ich aber mal gespannt, kannst Du uns nicht wenigsten mal so einen kleinen Brocken hinwerfen?!? In wie weit unterscheidet sich das System denn von den bisherigen am Markt (Ossur CAD / Barlach usw...)Zitat von Yumi
Rock the Rebel - Metal the Devil


Danke für die Werbemöglichkeit! Darauf komme ich in 12 Monaten zurück. Im Moment sieht es so aus daß ich backing gefunden habe um die Idee umzusetzen.
Ich bin wirklich an Meinungen interessiert. Was würden Anwender wirklich als Fortschritt ansehen. Jede Meinung zählt. Auch z.B. wie kann man am Bildschirm effizient arbeiten. Was braucht man an Informationen. In meiner Erfahrung sind die ungewöhnlichsten (dümmsten) Ideen oft die Besten.
Im Moment sehe ich den Stand der Technik so (ein Vergleich). Ich nehme einen Gipsabdruck ohne jegliche Anzeichnungen und Formgebung bei Hand, gebe dies einem Kollegen zum Modellieren. Um die Sache zu verschärfen bekommt er nur ungewohnte Werkzeuge aus der Photoshop Kiste.
Keine Diskussion, keine Brocken!



:-) Angst um den Arbeitsplatz ist auch in meinen Augen definitiv der falsche Ansatzpunkt, unser Job als Techniker wird immer weniger Handwerk und immer mehr beraten/verkaufen/anpassen sein.. das reine fertigen kannst Du entweder maschinell oder mit Hilfspersonal erledigen, das ist in meinen Augen die Zukunft (nicht wie ich sie mir erhoffe aber wie ich denke das es kommen wird!)
und nun zu den Vorstellungen ....
- es sollte ein einfaches gut definiertes ("idiotensicher") Maßsystem / Maßnahmesystem (egal ob manuell oder mit scanner oder ....) sein mit dem jeder innerhalb kurzer Einübungszeit feherlfrei arbeiten kann
- man sollte mit dem Meßergebnis und Eingabe ggf. weiterer Informationen ein Modell / Schaft erhalten welcher mit realtiv hoher Trefferquote passt.
- ggf. sollte manuelle Nacharbeit / nachmodellieren möglich (aber nicht zwingend nötig!!) sein!
- die bisher auf dem Markt erhältlichen Systeme beruhen ja meist auf einer Zweckmodellierung wo man z.B. den Grad der Reduzierung eingeben muss und z.B. bei Oberschenkelstümpfen nur verschiedene "Schablonen" benutzt werden ... ich denke hier sollte noch viel Potential sein !?!?! - bis jetzt muss man Erfahrung haben, egal ob man es von Hand oder am PC modelliert ....
Mein Traum also: simples / strukturiertes Maßnehmen, Fremdfertigung des Schaftes, Ergebnis muss ein Schaft sein der mit geringer Nachpassarbeit passt.
(alleine die "industrielle" Fertigung von Anprobeschäften fasziniert mich, oder bekommt Ihr immer gleichmäßig dicke & stabile Schäfte hin?)
Ich werde mit dieser Vision anecken, aber das ist für mich die Zukunft ....
oder setzt Ihr Euch auch hin und strickt Eure Kompressionsstrümpfe selbst weil es ein vermeintlich schwieriger Fall ist![]()
*.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*


Oh, ein Mann mit Visionen! Gut geschrieben, ich kann Dir nur zustimmen. Und ich habe da eine Idee für eine Kompressionsstrumpfstrickmaschine ......................
Deine Forderungen an ein computerisiertes Modellsystem sind alle einleuchtend und notwendig, und, ich bin zuversichtlich, machbar.
Ob automatisches Modellieren oder per "Hand", nur mit Oberflächeninformation alleine geht das nicht. Auch ein Computer muß wissen wo die Knochen liegen, Sehnen druckempfindlich sind, oder Blutgefäße verlaufen die man nicht abdrücken sollte.
Maße bei Hand am Körper zu nehmen ist mit großen Variationen verbunden. Das geht schon los wenn 2 Kollegen die Stumpflänge messen. Abweichungen im cm-Bereich.
Manuelle Modellierung des 3D-Modells am Bildschirm muß auch sein. Wir Orthopädietechniker brauchen einfach unseren kleinen Touch zum Schluß. An der Bufa sprachen wir von 1 Uhl (Uhlig) = 0.1mm. Aber wie dann? Mit der Gipsraspel and den Computerbildschirm?
Wenn ich dies schreibe ein ganz anderer Gedanke. Hat schon einmal jemand 3D-Projektionen erlebt? Klingt utopisch, ist glaube ich aber möglich.
Aber erst einmal das Maßnahmesystem. Einfach den Patienten hinstellen, Knopf drücken, nach 2 Minuten alles vorbei. Unser virtueller Patient wird im Computer errechnet inkl. vieler Details. Nicht nur für Prothesen interessant.



Genau so stelle ich mir das vor !!!Aber erst einmal das Maßnahmesystem. Einfach den Patienten hinstellen, Knopf drücken, nach 2 Minuten alles vorbei. Unser virtueller Patient wird im Computer errechnet inkl. vieler Details. Nicht nur für Prothesen interessant.
Ist mir auch klar das es nicht mit reinem Oberflächenscan geht, aber es gibt ja auch gewisse Regelmäßigkeiten, die empfindlichen Stellen sind doch oft die gleichen, Be- und Entlastungsflächen am Stumpf, das ist doch Lehrstoff für die Azubis, wie sollte das ein Programm nicht behrrschen können ??... und meines Wissens arbeitet Gottinger durchaus auch mit MRT-Bildern ... und Botta arbeitet mit einer Schaft-Bibliothek ... , oder??Ob automatisches Modellieren oder per "Hand", nur mit Oberflächeninformation alleine geht das nicht. Auch ein Computer muß wissen wo die Knochen liegen, Sehnen druckempfindlich sind, oder Blutgefäße verlaufen die man nicht abdrücken sollte.
Ansätze sind also meines Erachtens schon da auch das modellieren da zu "automatisieren" (man darf doch mal träumen...). Das soll oder kann ja nicht für alle Fälle möglich sein, aber wenn man den Standard-Bereich damit abdecken kann wäre das doch schon viel Wert ....
(immerhin bekommt man ja mit manueller Maßnahme und "modellieren / korrigieren" ja auch schon recht gute Schäfte hin)
Geht nicht gibt es nicht, ich denke wir arbeiten in der OT oft noch viel zu festgefahren, da ist noch viel Potential, man muß nur gute Ideen haben ....
*.. werd ich am Galgen hochgezogen, weiß ich wie schwer mein Arsch gewogen ..*


Mit Deiner Meinung wirst Du nie Bundesinnungsmeister! Aber für den Beruf bringen wir so weiter.
MRI Daten ist der richtige Weg, aber viel zu aufwendig für die normale Werkstatt, zu teuer.
Schaft-Bibliotheken funktionieren gut wenn wir den genetisch modifizierten Einheitspatienten haben. Aber ernsthaft, jeder von uns verwendet "Schaft-Bibliotheken" in der täglichen Praxis. Wir nennen dies nur "Augenmaß" und unsere eigene Schaftform. Allerdings können wir etwas ändern. Also grundsätzlich ok, aber alleine zu limitierend. Und natürlich gibt es nicht nur Schäfte sondern auch andere Hilfsmittel zu vermessen und modellieren.
Frage and alle Game Freaks die hier mitlesen. Ich habe so ein längliches, schnurloses Teil in der Hand gehabt. Sieht aus wie eine Fernbedienung für Fernseher. Damit kann man z.B. am Bildschirm Tennis spielen. Könnte man damit nicht auch .......
Gehirn einschalten -- und hier das Ergebnis schreiben. Jede Meinung hilft.
Lesezeichen