• Elke

      Von Elke, in News,

      Bei den Paralympischen Wintespielen 2018 wird es voraussichtlich mindestens eine Premiere geben: Die Prothese Challenger im Skischuh. Der Skilanglauf-Meister von Kasachstan, Alexandr Kolyadin, wird sie dann bei den Wettkämpfen, die vom 8. bis 18. März in Pyeongchang/Südkorea stattfinden, nutzen. Auf dem Weg zum Trainingslager mit seinem Nationalteam in Freiburg und Oberhof kam Alexandr Kolyadin diesen Sommer zu dem Unternehmen Ottobock nach Duderstadt, das die Paralympics fördert. Als erster Skilangläufer wurde er dort im Competence Center mit der besonders vielseitig einsetzbaren Sportprothese versorgt.
      Im Alter von 10 Jahren begann Alexandr Kolyadin mit dem Skilanglauf und blieb ihm bis heute, 34 Jahre lang, treu. Anfangs führte ihn seine Karriere bis in die Jugend-Nationalmannschaft seines Landes. Durch einen Autounfall vor 5 Jahren in Kasachstan musste ihm sein rechter Unterschenkel amputiert werden.
      Nach diesem Schicksalsschlag ermutigte ihn sein früherer Trainer Sergey Revutsky den Sport mit Behinderung fortzusetzen. Schon in Sochi 2014 hat Kolyadin an Paralympischen Spielen teilgenommen und auf der 20-Kilometer-Strecke den 13. Platz belegt. Seine Chancen sich für Pyeongchang zu qualifizieren, stehen sehr gut.
      Die erste Versorgung für den Skilanglauf war eine Konstruktion aus Holz und Leder. Zwischen diesem Provisorium und dem Challenger liegt mehr als nur ein Quantensprung. Die Sportprothese brachte Ottobock 2016 auf den Markt. Sie wird besonders von Sportlern geschätzt, die für Tennis, Volleyball oder andere Feldsportarten eine sehr individuelle Anpassbarkeit und hohe Flexibilität auch bei seitlichen Bewegungen brauchen. Auch beim Skilanglauf!
      Die Erneuerung des Prothesenschaftes hat auch zu einer deutlich besseren Kontrolle seiner Bewegungen beigetragen, meint Kolyadin.
      Das Nationale Paralympische Komitee Kasachstans entschloss sich, den Athleten bei dieser hochwertigen Versorgung zu unterstützen. Nicht nur die Versorgung mit den hochwertigen Produkten, sondern auch die Trainingsmöglichkeiten und medizinische Erfahrung in Deutschland gehört zur Förderung des paralympischen Sports in Kasachstan. Dafür dankten die Athleten dem Präsidenten ihres Nationalen Paralympischen Komitees (NPCK), Kairat Boranbayev.
      Dessen geschäftsführender Direktor Yerlan Suleimenov räumt ein, dass es bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang mit den weit überwiegend armamputierten Konkurrenten bei der notwendigen Punkteumrechnung kompliziert werden kann. Der Direktor meint, dass Kolyadin für eine Bronzemedaille vermutlich mit deutlichem Abstand Erster werden müsste.
      Das bringt Alexandr Kolyadin aber nicht von seinem Traum ab. Besonders seine beiden Söhne werden ihm Erfolg wünschen. Sie scheinen seine Sportbegeisterung geerbt zu haben. Der eine besucht ein Sport-College, der andere geht noch zur Schule.
       

      Elke
      Im Oktober ist es wieder soweit: die internationale Fachmesse für Rehabilitation und Pflege bietet ein hochkarätiges Vortragsprogramm rund um die häusliche Versorgung von Menschen mit Pflegebedarf. Das Forum Leben mit Pflege@home präsentiert in 4 Tagen 4 Themen. So können sich Pflegeprofis und pflegende Angehörige vom 4. bis 7. Oktober in der Messehalle 6 umfangreich informieren.
      Das REHACARE-Pflegeforum wurde bereits zum dritten Mal von Heike Senge, der Geschäftsführerin der Pflegeakademie Niederrhein, Willich, entwickelt und wird von ihr koordiniert und geleitet.
      4. Oktober - Thementag Wunde: Speziell für Pflegeprofis
      Der erste Messetag ist dem Themenkomplex Wunde gewidmet und richtet sich exklusiv an Wundexperten. Für diese Fortbildungsveranstaltung am. Oktober vergibt die Initiative Chronische Wunden e.V. ICW-Rezertifizierungspunkte. Die RbP - Registrierung beruflich Pflegender weist dem gesamten viertägigen Vortragsprogramm Fortbildungspunkte zu.
      Am "Tag der Wunde" steht der Expertenstandard "Dekubitus-Prophylaxe" auf der Agenda, der gerade die zweite Aktualisierungsphase durchläuft. Ein guter Grund, um die ersten Ergebnisse der Überarbeitung vorzustellen.
      Katrin Balzer - Juniorprofessorin  für Evidenzbasierte Pflege an der Universität Lübeck
      Thema: "Dekubitus-Risikoeinschätzung in der ambulanten Versorgung: Von der rechtzeitigen Risikoeinschätzung zur effektiven Beratung und Unterstützung der Angehörigen"
      Erfahrungsgemäß ist das Zusammenwirken von Patient, Angehörigen und Pflegenden wesentlich für den Erfolg der Behandlung. Gleichzeitig sind die medizinisch-pflegerischen Möglichkeiten zu Vorbeugung zum Teil besser geworden.
      Ingrid Amtmann - Lehrerin für Pflegeberufe und Wundexpertin
      Thema: "Grundlagen der Wundbehandlung am Beispiel Dekubitus"
      Ingrid Amtmann erläutert den Sinn und Unsinn von Wundspüllösungen und zeigt auf, wie alle Beteiligten gemeinsame Strategien für die Behandlung entwickeln können.
      Dr. med. Christoph Gerhard - u.a. Leitender Arzt Palliativmedizin und Vorsitzender des Ethikkomitees am Katholischen Klinikum Oberhausen
      Thema: "Autonomie-zentrierte ethische Fallbesprechungen (Modell KRISE)"
      Er befasst sich mit den ethischen Fragen und aus seiner Sicht können bei der Dekubitus-Prophylaxe Konflikte zwischen dem Wunsch des Patienten nach Autonomie und der fachlich optimalen Vorgehensweise entstehen. In seinem Vortrag bietet er Möglichkeiten der Reflexion und Konfliktlösung.
      Chefarzt Dr. med. Vu Phan - Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, HELIOS-Klinikum Krefeld
      Im letzten Vortrag des Tages legt Chefarzt Dr. med. Vu Phan dar, wie und unter welchen Voraussetzungen die plastische Chirurgie eine problematische Wunde endgültig verschließen oder zumindest das Risiko von Infektionen und eine Verschlechterung der Wundsituation vermeiden kann.
      5. Oktober - Prominenter Gast und Themenkomplex Palliativ-Medizin
      Prominenter Gast: Comedian Gabi Köster liest aus ihrem Roman
      Am Donnerstag begrüßt das Pflegeforum die prominente Autorin Gabi Köster, die sich nach einem schweren Schlaganfall mit Kampfgeist, Mut und ungebrochenem Humor zurück gekämpft hat. Ihr Buch "die Chefin" wirft ein Licht auf die innere Haltung der Autorin und sensibilisiert für die Probleme von Menschen nach einem Schlaganfall. Im Anschluss an die Lesung haben die Zuhörer die Gelegenheit Fragen zu stellen.
      Palliativ-Medizin - Was am Lebensende wichtig ist
      Nach der Lesung geht es mit einer Vortragsreihe zum Themenkomplex "Palliativ-Medizin" weiter. Die Referenten haben sich dem Leitgedanken "Kein Heilungs-Stress, sondern ein würdevoller Abschied" verpflichtet.
      Eine palliative Erkrankung ist eine „konsumierende Erkrankung, die mich zum Tode führt“. Nach dieser Definition geht es in der Palliativ-Versorgung hauptsächlich um die Frage, wie die letzte Lebensphase der betroffenen Menschen lebenswert gestaltet werden kann.
      Dr. med. Georg Bollig - u.a. Ltd. Arzt Palliativ Team Sønderjylland
      "Sterbebegleitung ist keine Wissenschaft, das kann jeder lernen", meint Dr. med. Georg Bollig.
      Dr. Bollig stellt den Ansatz der "Letzten Hilfe" vor: Mit Hilfe von guter Palliativ-Versorgung kann Leiden auf ein erträgliches Maß reduziert werden und ist oft auch im häuslichen Umfelt machbar. Aus diesem Grund sollten alle Menschen lernen, was am Lebensende wichtig ist und welche physischen und seelischen Bedürfnisse Versterbende haben.
      Zeynep Babadagi - Krankenschwester und Inhaberin "die Pflegezentrale" Kranken- und Altenpflege GmbH, Duisburg
      Babadagi beschäftigt sich mit dem Thema der „palliativen Wundversorgung“ und der Frage, wie z.B. mit dem Geruch von schwer belastenden
      sogenannten exulzerierenden Wunden umzugehen ist, um die Lebensqualität zu erhalten.
      Heike Goebel - Heilpraktikerin
      Heike Goebel erklärt wie Aroma-Therapien bei der Palliativ-Versorgung hilfreich sein können. Die Aromatherapie ist eine ganzheitliche, besonders sanft wirkende Behandlungsform und gehört zu den ältesten Therapieformen der Menschheit. Das Wirkspektrum der ätherischen Öle ist breit gefächert. Mit den Aromen kann man gezielt Stimmungen, wie z.B. Ängste oder depressive Verstimmungen, positiv beeinflussen. Sie wirken auch nachweislich bei Schmerzen oder fördern die Wundheilung.
      6. Oktober - Demenz: Wünsche und Bedürfnisse, die bleiben
      Am Freitag wird das Thema Demenz näher beleuchtet. Demenz-Erkrankungen schränken geistige Fähigkeiten zunehmend ein, sie führen aber nicht dazu, dass Betroffene menschliche Bedürfnisse und Wünsche krankheitsbedingt aufgeben oder darauf verzichten. Wie sollte man also mit Fragen der Ernährung und der Sexualität bei Demenz-Patienten umgehen?
      Dipl.-Pädagoge Erich Schützendorf - Buchautor und Fachmann in Sachen Altenpflege und Demenz
      Thema:  Wieviel "betreute" Liebe, Erotik und Sexualität ist in Pflege- und Betreuungseinrichtungen möglich?
      Dave Hänsel - TV-Koch
      Dave Hänsel beschäftigt sich mit den veränderten Geschmackswahrnehmungen von Demenz-Erkrankten und dem daraus resultierenden Ernährungsverhalten.
      Margit Rennert - Fachschwester für klinische Ernährung
      Margit Rennert beleuchtet die Essgewohnheiten von Demenz-Patienten und erläutert folgende Fragen:
      Was sind Anzeichen eines Nahrungs- und Flüssigkeitsmangels?
      Was könnten die Gründe für die Mangelerscheinungen sein?
      Und wie kann eine Mahlzeit so angepasst werden, dass sie demenziell veränderten Menschen ein Stück Lebensqualität schenkt?
      Mit Validation den Pflegealltag erleichtern
      Petra Fercher
      Validation kann den Angehörigen den Alltag erleichtert. Diese non-direktive Kommunikationsmethode wird in Österreich seit Ende der 1980er Jahre zunehmend bei desorientierten alten Menschen eingesetzt. Validation bedeutet, die Wahrnehmungen eines an Demenz erkrankten Menschen für gültig zu erklären, ihm Weisheit in seiner Verwirrtheit zuzugestehen, ihn weder zu beurteilen noch zu verurteilen. Diese empathische Grundhaltung auf Basis der Theorie der Validation wird methodisch kombiniert mit verbalen und nonverbalen Kommunikationstechniken.
      Nina de Vries - Sexual-Assistentin
      "Wohlbefinden im Alter oder bei Handicap durch Nähe und Berührung – Sinnlichkeit und Sexualität"
      In dem interaktiven Vortrag werden folgende Themen erörtert: Sexualität in betreuten Verhältnissen, aktive und passive Sexualassistenz und der angemessene Umgang mit dem Thema in Pflegeberufen.
      7. Oktober - Spezialisierte ambulante palliative Versorgung: Hält das Gesetz, was es verspricht?
      Sabine Sieben - Kinaesthetics-Trainerin
      Der letzte Tag des REHACARE-Forums "Leben mit Pflege@home" beginnt mit dem Themenschwerpunkt Bewegung. Sabine Sieben gibt Angehörigen praktische Tipps, wie sie Bewegung bei Menschen mit körperlichen Einschränkungen unterstützen können.
      Anne Mauelshagen - u.a. Inhaberin und Betreiberin der Seniorenwohngemeinschaft „Deheem“ für alte, demente, onkologisch, aber auch palliativ zu versorgende Menschen
      Anne Mauelshagen referiert die Fachveranstaltung "Spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV) – Anspruch und Wirklichkeit", die mit den Problemen einer flächendeckenden palliativen Versorgung und dem vertraglichen Procedere zur SAPV vertraut macht. Vor allem Geschäftsführer und Pflegedienstleister sind dazu eingeladen. Des Weiteren wird erläutert, welche Leistungen im Rahmen der SAPV erbracht werden können und wer genau diese Leistungen beanspruchen kann. Eine durchaus heikle Frage: Hält das Gesetz, was es verspricht?
      Das komplette Programm des Pflegeforums im Rahmen der REHACARE in Düsseldorf kann auf der Internetseite www.rehacare.de aufgerufen werden.
      Elke
      Am 20. Juli in Frankfurt am Main hat die Otto Bock Holding GmbH & Co. KG gemeinsam mit der Schweizer Unternehmensgruppe Conzzeta die verbindliche Vereinbarung unterschrieben: Otto Bock hat verkauft ihr Kunststoffgeschäft an die Conzzeta. Damit erhält Otto Bock Kunststoff einen Eigentümer, der das PUR-Kunststoffgeschäft weltweit ausbauen wird. Der Geschäftsbereich FoamPartner von Conzzeta ist in diesem Bereich einer der führenden Anbieter. Der endgültige Abschluss der Transaktion wird im zweiten Halbjahr 2017 erwartet, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.
      Der Geschäftsführende Gesellschafter und Vorsitzende der Geschäftsführung der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG Prof. Hans Georg Näder sagt folgendes zu dem Verkauf:
      Michael Willome, CEO der Conzzeta Group mit mehr als 4.000 Mitarbeitern, kommentiert:
      Bereits im Oktober 2016 hatte Hans Georg Näder angekündigt, strategische Optionen für die Kunststoffsparte zu prüfen. Mit gut 430 Mitarbeitern hat das Tochterunternehmen im Jahr 2016 rund130 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. Die Otto Bock Holding GmbH & Co. KG fokussiert sich zukünftig noch stärker auf den MedTech-Sektor. Dazu hat Ottobock erst im Juni eine langfristige Partnerschaft mit dem schwedischen Private Equity-Unternehmen EQT bekanntgegeben, die das Wachstum beflügeln soll.
      Prof. Hans Georg Näder:
      Auch das in Shanghai (China) angesiedelte Joint Venture von Ottobock und FOamPartner geht durch den Verkauf von Otto Bock Kunststoff, mit Hauptsitz im niedersächsischen Duderstadt, vollständig in den Besitz des Schweizer Unternehmens über. Dadurch wird weiteres Wachstum ermöglicht. Bisher haben beide Firmen 50 Prozent gehalten. Conzzeta übernimmt zudem die Produktionsstandorte Rochester Hills (USA) und Changzhou (China).
      Die Geschäfte von Technogel und dem Start-up matrazzo sind von dieser Transaktion ausgenommen. Beide Firmen bleiben Bestandteil der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG und werden strategisch weiter entwickelt. Die Otto Bock Kunststoff wurde vor 64 Jahren von Dr. Max Näder als Start-up in Duderstadt gegründet. Über den Preis der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.
      Elke
      Hilfe für Nick (11): eine Orthopädiemechaniker-Meisterin Julia Bötticher berichtet aus ihrem Beruf
      Nick Deike (11 Jahre alt) ist ein aufgeweckter, motivierter und lebensfroher Junge, der seine neue myoelektrische Armprothese bereits sehr vielfältig im Alltag einsetzt. Im Juni 2014 hat Nick sich bei einem Fußballspiel in der Schule den Oberarm gebrochen. „Ein Glück“ kann man nun sagen, da ihm dieser Knochenbruch vielleicht das Leben rettete.  Als nach einigen Wochen im Bereich des Knochenbruches eine Schwellung entstand und Nick seine Finger nach und nach nicht mehr bewegen konnte, wurde festgestellt, dass Nick ein Rhabdomyosarkom (Weichteiltumor) in seinem Oberarm hat. Bei dem Rhabdomyosarkom handelte es sich um eine aggressive Variante, die sehr selten bei Kindern auftritt. Da dieser Krebs sich sehr schnell vergrößerte, wurde Nick zeitnah der komplette Arm im Schultergelenk amputiert. Doch Nick ist stark. Er hat eine liebevolle und sich um ihn kümmernde Familie an seiner Seite. Zusammen sind sie ein Team und stehen diese furchtbare Zeit gemeinsam durch. Beeindruckend ist es zu hören, wie Nick sich willensstark macht und weiterkämpft.  Er nimmt von sich aus an den Krankenhausaktivitäten teil, ist gern dabei und hat Freude daran. Stolz berichtet er über den Besuch eines berühmten Fußballspielers im Krankenhaus und über den Ausflug ins Legoland mit der ganzen Familie (gespendet von einer Elterngemeinschaft). Bereits nach kurzer Zeit der Amputation, wurde die Familie über die Möglichkeiten einer Armprothese informiert. Somit kam Nick im Dezember 2014 zu einem Beratungsgespräch zum Medizintechnikunternehmen Ottobock nach Duderstadt. Dabei zeigte sich, dass Nick alle Voraussetzungen hat, eine myoelektrische Armprothese anzusteuern.
      Im April 2017 hat Nick nun seine zweite myoelektrische Armprothese erhalten. Nicht nur die Funktionen der Prothese sind ein Fortschritt für Nick, auch das Design ist ein echter Hingucker. Durch einen Freischwung im Schultergelenk, kann Nick beim Gehen beide Arme wie gewohnt mitschwingen. Aber trotzdem ist das Schultergelenk nach vorn sperrbar, um somit z. B. wie gewohnt essen und trinken zu können. Auch eine Abduktion (seitliches Abheben des Armes vom Körper) ist möglich.  Die wohl größte und für Nick wichtigste Funktion der Prothese ist allerdings das elektronisch angetriebene Ellbogengelenk. Somit kann Nick über Muskelsignale den Unterarm beugen oder strecken. Nicht nur der Ellbogen wird über Muskelsignale angesteuert, sondern auch die Hand, die nach innen und außen rotiert, sich öffnen und schließen lässt, wann immer Nick den Muskelbefehl dazu gibt. Auch in seinen Hobbys kann Nick sich nun wieder vollkommen ausleben. Er liebt es, Fahrrad zu fahren, genießt die Ausflüge in den Harz zum Ski fahren und ist aktiv bei der Jungendfeuerwehr dabei.  Wir sind froh Nick geholfen zu haben, zurück in sein altes Leben zu finden.
      Ein Bericht von Julia Bötticher, Juli 2017
      Bild: Teamwork beim Training: Nick Deike mit (v.l.) Armprothetik-Experte Stefan Reinelt, Ergotherapeutin Daniela Wüstefeld und OrthopädiemechanikerMeisterin Julia Bötticher
      Quelle: Otto Bock HealthCare GmbH
      Elke
      Das schwedische Private Equity-Unternehmen EQT übernimmt 20 Prozent an der Otto Bock HealthCare GmbH und wird damit der erster familienfremder Anteilseigener in 98 Jahren Firmengeschichte des deutschen Hidden Champions in der technischen Orthopädie. Der renommierte Investor beflügelt damit den Weltmarktführer Ottobock auf seinem Wachstumspfad. Die Investitionsvereinbarung wurde von beiden Seiten am 24. Juni am Stammsitz in Duderstadt unterschrieben. 80 Prozent bleiben weiterhin in den Händen der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG, die zu 100 Prozent der Inhaberfamilie Näder gehört. Von EQT wird ein Vertreter in den sich formierenden zehnköpfigen Aufsichtsrat von Ottobock entsendet.   Prof. Hans Georg Näder, Vorsitzender der Geschäftsführung der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG, äußert sich wie folgt: In einem sorgfältigen Bieterverfahren, das durch die Investmentbank J.P. Morgan geführt hat, überzeugte EQT und setzte sich gegen eine Reihe anderer internationaler Topinvestoren durch.

      Marcus Brennecke, der von München aus die Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) für EQT verantwortet, sagt folgendes:
      Mehr zu dem Investor EQT
      Das Unternehmen EQT wurde 1994 von Conni Jonsson und dem Investor AB gegründet. Investor AB wurde vor 100 Jahren von der schwedischen Unternehmerfamilie Wallenberg gegründet und hält 19 Prozent des Unternehmens. EQT verfolgt eine nachhaltige und langfristig angelegte Anlagestrategie. Zu den Geldgebern der insgesamt 37 Milliarden Euro umfassenden 24 Fonds gehören gut 400 institutionelle Investoren aus aller Welt, darunter Versicherungen, Pensionsfonds, Stiftungen und Family Offices. Dabei ist Medizintechnik ein wesentlicher Branchenschwerpunkt. Das Private Equity-Unternehmen beteiligt sich gezielt an Familienunternehmen und die ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum aus. Aktuell umfassen die Investitionen von EQT im Healthcare-Segment unter anderem Sivantos, den führenden Spezialisten im Hörgerätebereich (ehemals Siemens Audiology Solutions) und den italienischen Hersteller für Endoprothesen, Lima. Außerdem hat EQT hinsichtlich mehrerer erfolgreicher IPOs in Deutschland eine Erfolgsbilanz. Beispielsweise ist die in Holzminden ansässige Firma Symrise (gelistet 2006) und Tognum (ehemals MTU Friedrichshafen, gelistet 2007).
      Mehr zu Ottobock
      Im Rahmen der Strategie "Roadmap 22" verfolgt Ottobock einen ambitionierten Wachstumspfad in den Bereihcen Prothetik, Orthetik, Human Mobility und Medical Care. Das Unternehmen ist hochprofitabel und beschäftigt mehr als 7.000 Mitarbeiter. 2016 erwirtschaftete es einen Umsatz von 884,5 Millionen Euro.
      Prof. Näder erzählt:
      Das Geld für die Transaktion kommt überwiegend dem Unternehmen zugute und dient der Finanzierung des Wachstums etwa durch Akquisitionen wie vor kurzem bei bebionic und BionX. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Der Abschluss, das sogenannte Closing, soll im zweiten Halbjahr erfolgen.
        
      Resümee
      Dorothee Blessing, Regional Head Deutschland, Österreich und Schweiz von der beratenden Bank J.P. Morgan, sagt:
       
      Abschließend bedankte sich Hans Georg Näder bei...
      Auch dem Managementteam und den Mitarbeitern von Ottobock, die das Unternehmen hervorragend präsentiert haben, gebührt Dank.
      Näder:
       
      Elke
      Endolite ist für sein LiNX-System zum Gesamtsieger der Medical Device Excellence Awards 2017 gekürt worden. Das LiNX-System ist das erste voll integrierte, mikroprozessorgesteuerte Beinprothesensystem. Mit dieser Innovation wurde bereits einer großen Anzahl von Amputierten geholfen, ein unabhängigeres und aktiveres Leben zu führen. Die Zeremonie für den Preis fand am 13. Juni im Jacob K. Javits Convention Center in New York statt. Dort erhielt das LiNX-System von Endolite Gold in der Kategorie "Rehabilitation and Assistive-Technology-Products" und den "Best in Show Award".
      In der Gesundheitsbranche ist der Medical Design Excellence Award einer der wichtigsten Wettbewerbe. Die Jury, die sich aus führenden Klinikern, Ingenieuren und Designern zusammensetzt, wählte aus 45 Finalisten in neun medizinischen Produktkategorien Endolite als Sieger aus.
      Adrian Stenson, CEO von Blatchford, freut sich:
      Mehr Details zu dem einzigartigen Beinprothesensystem könnt Ihr auf der Produktseite des LiNX-Systems finden. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich.
      Elke
      Dieses Jahr findet die Leichtathletik Weltmeisterschaft in London statt. Es ist bereits 5 Jahre her seit das Medizintechnikunternehmen Ottobock mit 80 Technikern in London die technische Unterstützung in London für die Paralympischen Spiele 2012 leistete. In den 22 Tagen wurden damals insgesamt 2062 Reparaturaufträge für Athleten aus 123 Ländern abgearbeitet. 2017 gibt es jetzt ein Wiedersehen an der Themse.Bereits zum achten mal übernimmt Ottobock als offizieller Partner der "World Para Athletics Championships" den technischen Support der Leichtathletik WM.
      Die WM wird vom 14. bis 23.07.2017 in London ausgetragen. Es treten 1.300 Athleten im Wettstreit um 23 Medaillen an. Von Ottobock wird ebenfalls ein 22-köpfiges Team aus Technikern, Schweißern und Mitarbeitern vor Ort sein, die sich um de Abläufe und die Logistik kümmern. Die Werkstatt von Ottobock hat insgesamt 15 Tage für die Athleten geöffnet,
      Auch unter den Sportlern sind alte Bekannte vor Ort: Heinrich Popow wollte seine Sportkarriere in London beenden. Leider zwangen ihn eine Verletzung in der Schulter und eine Entzündung im Stumpf eine Trainingspause einzulegen. Antreten möchte er wenn es möglich ist trotzdem.Das Ende seiner sportlichen Laufbahn könnte sich allerdings dadurch ins Jahr 2018 verschieben. Neben Popow tritt auch sein Trainingskollege und Freund Léon Schäfer in London an. Der 20-jährige rückte im letzten Jahr kurzfristig nach und konnte daher in Rio mit starten. Seit seiner Teilnahme bei den Paralympics steigert er seine Leistungen kontinuierlich. Für London verfolgt der junge Athlet das Ziel, gemeinsam mit seinem Freund und Mentor Heinrich Popow auf dem Siegertreppchen zu stehen.Während der Eine das Ende seiner Sportkarriere einläutet, nimmt der Andere gerade Fahrt auf.
      Elke
      Der Ratgeber MOBITIPP befasst sich mit einem oft vernachlässigten Thema. Die Ausgabe 5 ist der Ratgeber zum Thema "Sitzen & Positionieren". Das richtige Sitzen ist vor allem für Menschen mit Behinderung der Schlüssel zu Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität. Daher ist eine bedarfsgerechte Versorgung mit Hilfsmitteln wie Sitzkissen und Positionierungshilfen wichtig. In Deutschland ist das aber leider nicht selbstverständlich. In dem neuen Ratgeber MOBITIPP "Sitzen & Positionieren" finden Sie wichtige Informationen und Anregungen zu dem Thema von zahlreichen Fachleuten. Zusätzlich wird eine Reihe moderner Hilfsmittel vorgestellt.
      In der Regel verändert ein Mensch ständig seine Sitzposition, um Druckstellen oder Haltungsschäden zu vermeiden. Manche Menschen können aufgrund einer körperlichen Einschränkung ihre Haltung nicht mehr automatisch anpassen. Das ist eine Gefahr für die Gesundheit. In so einem Fall ist es besonders wichtig, dass die Sitzposition perfekt abgestimmt ist und durch geeignete Hilfsmittel unterstützt wird. Beides ist oftmals aus vielen Gründen nicht gesichert. Die Folgen können Gesundheitsschäden bei den Betroffenen sein, die sie zusätzlich in ihrer Mobilität und Lebensqualität einschränken.
      Aus diesem Grund hat sich MOBITIPP diesem wichtigen Thema angenommen und auf über 74 Seiten kompetente Informationen und Tipps von anerkannten Fachleuten bereitgestellt. Der Ratgeber „Sitzen & Positionieren“ ist damit ein umfassendes und hochwertiges Nachschlagewerk für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, ihre Angehörigen, Kliniken, Sozialverbände, Behörden, Sanitätshäuser und Fachhändler.
      Ausgabe 5: „Sitzen & Positionieren“
      Der Inhalt des Ratgebers befasst sich u.a. mit folgenden Fragen:
      Wie unterscheiden sich die verschiedenen Sitzkissen eigentlich voneinander und für wen können sie eine gute Versorgungslösung sein? Wie kann ein Rollstuhl individuell angepasst werden? Wie bringt man einen Anspruch auf Sitzhilfe gut auf den Weg? In dem Ratgeber geben Fachleute Ratschläge für richtiges Sitzen im Bett, im Alltag, im Auto und speziell für Kinder. Des Weiteren gibt es auch einige Einblicke zu dem Thema von Betroffenen bzw. Angehörigen:
      Georg Kreiter ist ein erfolgreicher Mono-Skifahrer des Deutschen Para-Skiteams und gewährt einen Einblick, was der perfekte Sitz für ihn in seinem Sport bedeutet. Die ARD-Wettermoderatorin und Buchautorin Claudia Kleinert berichtet von der innigen Bindung zu ihrem behinderten Bruder Stephan und wie die ihr Leben bereichert. Hochwertiges und umfassendes Nachschlagewerk
      Der MOBITIPP „Sitzen & Positionieren“ kann beim Verlag neoskript, Stichwort „Sitzen & Positionieren“, Benninghausen 37 in 51399 Burscheid sowie per E-Mail an info@mobitipp.de bestellt werden. Im Internet ist er unter www.mobitipp.de erhältlich. Dort sind auch Informationen zu weiteren interessanten Ausgaben des MOBITIPP abrufbar.
      Ausgabe 5 von MOBITIPP

      Elke
      Das Duderstädter Unternehmen Ottobock ist am 10. Mai 2017 mit Bioness eine strategische Vertriebspartnerschaft eingegangen. Das Bestreben in dieser Partnerschaft ist, mit Hilfe der Zusammenarbeit Best-In-Technologien und notwendige Rssourcen zu vereinen, um gemeinsam medizinische Lösungen der nächsten Generation zu entwickeln. Gleichzeitig wird die Produktreichweite und die Verbesserung der Benutzererfahrungen ausgeweitet. Ottobock übernimmt den Vertrieb von funktionalen Elektrostimulationstechnolgien (FES) im Bereich Sanitätshaus in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, Norwegen, der Türkei und in Indien.
      Ab September 2017 übernimmt Ottobock den Vertrieb von funktionalen Elektrostimulationstechnolgien (FES) im Bereich Sanitätshaus. Sie vertreiben das FES-Portfolio von Bioness in der Europäischen Union, im Vereinigten Königreich, in der Schweiz, Norwegen, der Türkei und in Indien. In dem Portfolio sind sowohl für die unteren (L300 Go-System) als auch für die oberen Extremitäten (H200 Wireless®-System) verfügbar. Beide Unternehmen arbeiten gemeinsam an einem reibungslosen, erfolgreichen Übergang.
      Durch die strategische Kooperation wird es beiden Organisationen möglich sein, den Technologie zugang sowie die Erfahrungen von Gesundheitsdienstleistern und Patienten zu verbessern. Das wird durch die Tatsache begünstigt, dass Bioness und Ottobock viele gemeinsame Kunden haben.

      Über Bioness, Inc.
      Bioness bietet bedeutenden Patientenpopulationen, darunter denen mit chronischen Schmerzen und gelähmten Gliedmaßen, innovative medizinische Lösungen. Zu den Lösungen von Bioness gehören Neuromodulationssysteme, robotische Systeme und Software-basierte Therapieprogramme, die Personen mit Schmerzen, Störungen des zentralen Nervensystems und orthopädischen Verletzungen funktionale und therapeutische Vorteile bieten.
      Über Ottobock
      Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität entwickelt Ottobock medizintechnische Produkte und Versorgungskonzepte in den Bereichen Prothetik, Orthetik, Mobility Solutions (Rollstühle, Reha-Hilfsmittel) und MedicalCare. Tochtergesellschaften in mehr als 50 Ländern bieten Qualität "Made in Germany“ weltweit an und beschäftigen mehr als 7.000 Menschen. Ottobock ist seit der Gründung 1919 ein familiengeführtes Unternehmen und unterstützt seit 1988 auch die Paralympischen Spiele  durch sein technisches Know-how.
      Elke
      Für die 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie unterstützt medi Ärztinnen und Ärzte am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn mit sieben Reise- und Teilnahme-Stipendien. In einem Stipendium sind die Eintritts-, Fahrt- und Hotelkosten bis 500 € inbegriffen. Für die begehrten Stipendien kann man sich bis zum Sonntag, den 25. Juni 2017, bei medi bewerben.
      Die Jahrestagung 2017 findet in diesem Jahr unter dem Motto "Fortschritt durch Bewegung" statt. Die Tagung findet vom 20. bis 23. September (Mittwoch bis Samstag) in Stuttgart in der Liederhalle statt. Zudem feiert die Deutsche Gesellschaft für Phlebologie 2017 ihr 60-jähriges Jubiläum.
      Bewerbung medi Reise- und Teilnahme-Stipendien
      Für eines der sieben Stipendien können sich Ärztinnen und Ärzte bei medi bewerben, die sich in oder vor ihrer fachärztlichen Aus- oder Weiterbildung zum Phlebologen befinden. Dazu wird ein Bewerbungsbogen bei medi eingereicht. Mit dem Bogen wird auch die Einverständniserklärung des Dienstherrn oder Arbeitgebers abgegeben.
      Unterlagen:
      Die nötigen Unterlagen können bei medi (Medicusstraße 1, 95448 Bayreuth) angefragt werden.
      Ansprechpartnerin:
      Julia Heby
      j.heby@medi.de
      Telefon: 0921 912-1381
      Nach dem Kongress übersendet der Stipendiat ein kurzes Abstract über einen Aspekt der Kompressionstherapie oder eine besuchte Kongressveranstaltung an medi.
       
      Surftipps von medi:
      www.medi.de/arzt
      www.phlebologie-2017.de