• Wieder aktiv nach einem Schlaganfall


    Elke

    Nach einem Schlaganfall ist es schwer wieder auf die Füße zu kommen. Dabei verhelfen innovative Hilfsmittel dem Betroffenen zu neuer Mobilität. Dirk Mertens erlitt vor zwei Jahren einen schweren Schlaganfall mit nur geringer Überlebenschance. Mit Hilfe seiner positiven Einstellung und seiner Willensstärke sowie die Unterstützung von Ärzten, Orthopäden und Familie konnte er mit den Folgen des Schlaganfalls umgehen.

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    "Am Anfang konnte ich mich gar nicht bewegen, lag nur bewegungslos im Bett. Stück für Stück habe ich mich dann ins Leben zurück gekämpft. Bald konnte ich mich mit dem Rollstuhl fortbewegen, aber scheinbar einfache Dinge – Treppen steigen, mit meinem Hund rausgehen – stellten mich vor große Herausforderungen", erzählt der 45-jährige Kölner.

    Dirk Mertens Schlaganfall-Patient OttobockPatienten wie Dirk Mertens profitieren von den neuesten technischen Entwicklungen in dem Feld der Neuroorthopädie. Geeignete Hilfsmittel können Muskelschwäche, Fehlhaltungen oder Bewegungsstörungen aufgrund neurologischer Erkrankungen ausgleichen. Im Fall von Dirk Mertens ist das Hilfsmittel das neue "L300 Go System" von Ottobock. Es stimuliert die Nerven auf der Hautoberfläche elektrisch. Dadurch werden die Muskeln zum Anheben des Fußes aktiviert und der Patient kann schneller und flüssiger gehen. So schafft er auch weitere Wegstrecken.

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    "Für mich war das genau das Richtige. Ich habe neue Freiheit gewonnen und kann wieder mit meinem Hund spazieren gehen und sogar wandern", sagt Dirk Mertens.

    Der wissenschaftliche Leiter der Neurorehabilitation von Ottobock Dr. Thorsten Böing ist sich sicher, dass solche Hilfsmittel den Patienten unterstützen, den Alltag aktiv und selbstständig zu meistern und weiter Geschicklichkeit und Muskulatur zu trainieren. Seine Überzeugung ist, dass es sehr wichtig ist den Patienten mit dem individuell passenden Produkt zu versorgen. Dabei ist es egal ob es sich um Orthesen, Produkte mit funktioneller Elektrostimulation oder einen Rollstuhl handelt.

    In Deutschland erleiden knapp 270.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Etwa zwei Drittel der überlebenden Patienten haben körperliche Einschränkungen und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Inzwischen leiden fast 1,3 Millionen Bundesbürger an den Folgen dieser Erkrankung.



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