grobiralf

Umbau vom Kondylen-Unterdruckschaft zum Söderberg (Barbuta)-Schaft

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Hallo zusammen,

im Technikerforum wird leider sehr selten geantwortet. Deshalb versuche ich es mal hier:

habe hier noch einen Unterdruckschaft mit recht ausgeprägter Kondylenformung liegen, den ich eigentlich nicht mehr benötige. Ich überlege, diesen für mich nach Söderberg um zu formen, um mehr Bewegungsfreiheit zu erreichen.

Denkt Ihr, das macht Sinn?

Habe bisher nur Söderberg-Schäfte gesehen ohne Kniekappe. Eine solche benötige ich allerdings wegen kurzem 8cm Unterschenkelstumpf und hohen Belastungen bei Badminton.

lg,

Ralf

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hallo Ralf . . . ich würde es auf jeden Fall versuchen, du kannst den Schaft ganz normal mit Kniekappe tragen. Die Bewegungsfreiheit ist schon recht gut, vor allem die Formschlüssigkeit beim einbeugen des Kniegelenkes (zB. beim sitzen) aber schau selbst.

Wie dann deine seitliche Stabilität bei deinem kurzem Stumpf und den schnellen und kraftvollen Bewegungen aussieht, weiß ich nicht.

Nur Mut zum Risiko ;-) bis bald

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...Die Bewegungsfreiheit ist schon recht gut, vor allem die Formschlüssigkeit beim einbeugen des Kniegelenkes (zB. beim sitzen)
Hallo Ronny. Wie es scheint, hast Du recht gute Erfahrung mit Söderbergschäften gemacht?!

Ich werde es sehr wahrscheinlich probieren, habe aber (wie Du weist) weiterhin viel anderes Zeugs zu tun. Komme momentan selten da zu, mal an meinen Prothesenteilen zu basteln.

LG,

Ralf

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moin moin . . . und liebe Grüße aus dem Norden, diese Schaftform ist ja nicht mehr so neu. Ich habe die meiste Anwendung bei mittel-aktiven Patienten, zwischen 40 und 55 Jahren gefunden. Bei sehr aktiven Prothesenträgern hatte ich mit dieser Form kein Glück. Was aber nichts bedeuten muss. Ich kenne Kollegen, die fast ausschließlich jeden damit versorgen. Also einfach probieren und das Ergebnis abwarten ;-) würde mich über eine kurze Aussage zum Endergebnis freuen.

Also dann bis bald mein Guter

LG Ronny

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hallo Rene, die Stumpflänge war bei meinen Patienten garnicht so entscheidend, eher die Mobilität. Es hat sich bei meinen Versorgungen rausgestellt, daß die mobileren Patienten mit dieser Schaftform nicht genügend seitlichen Halt verspürten.

Ansonsten habe ich damit kurze wie lange Stüpfe versorgt und bin sehr zufrieden. Den Vorteil den ich noch sehe, ist die wirklich sehr gute Formschlüssigkeit beim sitzen. Der Schaft schiebt sich beim sitzen nicht nach vorn, ob Pin oder Unterdruck ist egal, der Schaft liegt immer vernünftig an. Ich verwende ganz gern das Limb-Logic als aktives Unterdrucksystem in Verbindung mit dem Schaft und kann somit auch extrem kurze Stümpfe versorgen.

Ich würde mich über ein paar Tips freuen, um auch die mobileren Patienten damit versorgen zu können.

Einen schönen abend noch.

LG Ronny

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Es hat sich bei meinen Versorgungen rausgestellt, daß die mobileren Patienten mit dieser Schaftform nicht genügend seitlichen Halt verspürten.
Bin ja mal gespannt, wenn ich es teste. Leider ist der zu bearbeitende Schaft ohne Weichwandinnentrichter.

Solche bevorzuge ich eigentlich, um einen dünnen Liner (Beugemöglichkeit) und dennoch Weichheit zu haben.

Ich verwende ganz gern das Limb-Logic als aktives Unterdrucksystem in Verbindung mit dem Schaft und kann somit auch extrem kurze Stümpfe versorgen.
Ich möchte bei mir keine elektronischen Teile mit Akku verwenden, sonst sicher nicht schlecht.
Ich würde mich über ein paar Tips freuen, um auch die mobileren Patienten damit versorgen zu können.

Einen schönen abend noch.

Wie Du weist, bin ich sehr mobil mit kurzem Stumpf. Sobald ich zum basteln komme, teile ich hier meine Erfahrungen mit.

Ich bin noch nicht sicher, ob ich beidseitig den Schaft einschneiden werde, oder nur im Innenbereich des Knies. Außen scheint sich bei Beugung kein Knochen raus zu drücken?!

LG,

Ralf

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also bei einem kurzen Stumpf würde ich die Finger davon lassen.

Der Schaft ist ja schließlich minimal. Der Logik und gerne auch offizieller Quellen folgend (ich glaube vorletzte OT Ausgabe: Beitrag von BUFA Unterschenkelprothetik Leher Jan Becker), wo sogar von einer Kontrainidikation gesprochen wurde, riskiert man wenn nicht mittel- dann langfristig Schädigungen der Bänder durch Überdehnen und somit auch weitere Binnengelenksschäden.

P.S. ganz davon abgesehen wird meines Wissens nach ein Söderbergzuschnitt ja auch anders angelget als ein "normaler" Schaft ist vorallem im hinteren Bereich sprich der Kniekehle ca. 2cm höher

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Ich habe bis jetzt zwar nicht meinen alten Schaft umgebaut, aber von meinem OT einen neuen anpassen lassen in der Söderberg-Form.

Ich hatte ihn heute an, aber definitiv keine angenehme Passform. Trotz Vakuum kam mir dieser Schaft "lockerer" vor, als mein Vakuumschaft mit Weichwandinnentrichter. Als ich diesen nach dem Söderberg-Test anzog, ging ich wie auf Wolken.

Fazit: Zumindest ohne Weichwandinnentrichter für mich (mit kurzem Stumpf) keine angenehme Erfahrung.

lg,

Ralf

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