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Nabend,

ich habe diesen Bereich gewählt, weil ich denke, daß das kein typisches Anwenderproblem ist und technisch interessant sein könnte.

Ich bin zwar kein Techniker, sondern Anwender, gestalte und fertige aber meist die metallischen Teile zur Schloßbefestigung oder Adapter für meine Prothesen selber.

So habe ich beispielsweise die Adaption für mein Clutchlock auf einen Adapter für das Titanrohr an welchem der Flexfoot befestigt ist, selbst angefertigt und von 100 Gramm auf 46 Gramm bei gleicher rechnerischer Festigkeit getrimmt.

Aber ich schweife ab, hier zum eigentlichen Problem:

ESD (electrostatic discharge) ist ein Thema, das mich beruflich trifft. Viele der Produkte, die ich künftig in meiner Obhut habe, werden unter ESD Bedingungen hergestellt.

Für die, die das nun nicht kennen: ESD ist das, was passiert, wenn man an einem Wollpullover rubbelt und dann den Türgriff anfaßt.

Man überträgt dabei Ladung an den Türgriff und kriegt sozusagen eine gewischt.

Nun besteht bei Elektronischen Teilen auch das ESD-Problem, was dazu führt, daß man sich als Besucher in diesen Bereichen erden muß.

Erden heißt dann, man kriegt ein Plastikband mit einer leitfähigen Schicht und klebt sich das auf die Schuhsohle. Das andere Ende des Bandes steckt man in den Schuh und somit ist man geerdet.

Rechts ist das bei mir natürlich relativ erfolglos, weil ich rechts keine Erdung hinbekomme.

Prothesenaufbau von unten nach oben: Flexfoot, Titanrohr, Adapter (Alu), Clutchlock mit Pin und Liner, Carbonschaft mit Weichwandtrichter.

Abgesehen davon, daß ich auch die Produkte schädigen könnte, wenn da eine Entladung stattfindet, ists immer relativ peinlich, wenn ich auf dieser Prüfstation immer ausgesondert werde als "nicht erdbar"

Geprüft wird das, indem man mit den Füßen auf zwei Metallplatten steht und der Widerstand von Fuß zu Fuß gemessen wird. Erfolglos, wie schon gesagt.

Wie geht man mit diesem Thema eigentlich in der OTechnik um? Ich werd doch nicht der Einzige sein, mit diesem Problem.

Eine Lösung wäre natürlich, wenn ich mir ein Kabel durch das Hosenbein fädle, das dann im Socken steckt. Das Kabel steckt man oben in den Liner, somit würe der Kontakt gegeben.

Gruß

Jürgen

bearbeitet von Juergen

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hmm, nicht einfach. Das wäre mal eine Anfrage an den ein oder anderen Hersteller wert. In meiner Berufspraxis ist mir das bisher nicht unter gekommen. In den bekannten technischen Unterlagen taucht dazu auch nichts auf...

Vielleicht kann ja Ronya98 was dazu sagen...?!? :wtf:

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Hallo, leider nein. Diese Fragestellung habe ich in Verbindung mit Prothetik noch nie gehoert. Im bereich der Einlagen-/ Schuhversorgung durchaus , aber nicht in der Prothetik ...

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