heini

Genehmigung von sensomotorischen Einlagen

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ich hab irgendwie bald die Nase voll; ich habe jetzt geschätzte 50 Paar sensomotorische Einlagen bei der KK beantragt und ratet mal, wie viele davon genehmigt wurden:

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Manchmal ohne Begründung, hin und wieder mit dem Vermerk, eine Indikation für die Versorgung mit sensomotorischen Einlagen sei nicht gegeben (und das bei nun mittlerweile fast jeder denkbaren Diagnose).

--> ich rede hier von Sachsen; mich würde mal interessieren, wie das in den anderen BL so läuft. Bei uns trägt nur die IKK Senso´s...

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also .. so arg wie bei Dir ist es bei uns in Niedersachsen nicht .. ist natürlich eine Frage der Definition .. nach Nancy Hylton gibt es bei uns eine Kalkulation der AOK da nennen die sich dynamische Therapie-Fußorthesen. Das geht aber auch nur bei neurologischen Krankheitsbildern durch ....andere Kassen akzeptieren auch sensomotorische /Propriozeptive Einlagen als Verordnung ... TKK, BEK, DAK, GEK, BKKs zum Teil sind jetzt Kassen bei denen es aus dem Kopf geht ... ist natürlich immer die Frage mit welcher Bezeichung und zu welchem Preis ...

Abgesehen davon ist ja auch die Frage mit welchem Grund abgelehnt wird ... es gibt da ein Ureil in dem die DAK glaube ich dazu verdonnert wurde eine Spio-Orthese zu bezahlen auch wenn die keine HMV-Nummer hat mit der "Begründung" wenn der Arzt die verordnet und die hilf hat die Kasse zu zahlen .... Muss dann halt aber auch der Doc dahinterstehen und wissen was er verordnet hat ...

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Ich hatte auch in Sachsen schon einige (wenige) Genehmigungen von Sensomotorischen Einlagen (nur 1 bei der großen Grünen :-\ ), ich habe da auch den IKK-Preis angesetzt und bei neurologischen Störungen hin und wieder eine Genehmigung bekommen...

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Es gibt ein Urteil vom Sozialgericht Mainz, bei dem der Patient die Einlagen nach Ablehnung selber bezahlt hat und die Kosten dann von seinem Kostenträger erstattet haben wollt. Der Patient bekam recht, die Beurteilung des MDK für die Ablehnung war nicht ausreichend begründet.

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Hey, bin neu zu euch gestoßen.

Will mich auch ein wenig mit einbringen.

Einen Link zum Sozialgerichturteil direkt finde ch auch nicht nur entsprechende Textpassage.

Seit September 2003 ist ein Grundsatzurteil des Sozialgericht Mainz (Aktenzeichen S6KR115/02) , in dem die DAK verpflichtet wird, die Kosten für sensomotorische Einlagen – deren Wirkung zwar nicht bewiesen ist, die aber auf naturwissenschaftlich anerkannten Theorien (Voijta – Therapie, Bordiol usw.) stützen, zu übernehmen.

Etwas neuer ist da folgendes Urteil vom Sozialgericht Trier.

Propriozeptive Einlagen

Sozialgericht Trier, Urteil vom 17.3.2009, Az. S 3 KR 53/08 und Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 13.7.2009, Az. L 5 KR 100/09

Das Sozialgericht Trier verurteilte die zuständige Krankenkasse zur Erstattung der Kosten für von dem Kläger selbstbeschaffter propriozeptiver Einlagen. Nach Auffassung der Kammer ist die Verwendung der propriozeptiven Einlagen zur Sicherung des Erfolgs der Krankenbehandlung medizinisch notwendig. Die beklagte Krankenversicherung hatte sich darauf berufen, dass nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie und des Bundesverbandes der Ärzte für Orthopädie nur eine korrigierende Einlagenversorgung bei einem „Kindlichen Knick-Senkfuß“ vorzunehmen sei. Das Sozialgericht Trier betonte jedoch, dass durch diese Leitlinien die Verwendung propriozeptiver Einlagen nicht ausgeschlossen sei. Die Berufung gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Krankenkasse vor dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz blieb ohne Erfolg. Das Landessozialgericht wies darauf hin, dass der Versicherte Anspruch auf Versorgung nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft habe. Sind fortschrittliche Einlagen medizinisch notwendig, muss sich der Versicherte nicht auf Standardeinlagen verweisen lassen.

Sobald mir neueres bzw weiters bekannt ist erfahrt ihr es.

MFG

heydasbinich

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Guten Morgen

Ich bin immer noch auf der Suche nach weiteren Urteilen zu diesem Thema.

Vielleicht habt Ihr ja noch nen Urteil oder anderes Hilfreiches zur Vorlage bei de KK.

Laßt uns die Sachen hier doch einfach mal zusammentragen.

MFG

heydasbinich

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Das ist schade.

Das Urteil vom Gericht Trier haben wir als formloses Blatt bei uns ausliegen, wird von den Leuten danken entgegengenommen, auch von den Ärzten gibts positives Feedback.

Mit besten Grüßen

heydasbinich

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heydasbinich schrieb

"Seit September 2003 ist ein Grundsatzurteil des Sozialgericht Mainz (Aktenzeichen S6KR115/02) , in dem die DAK verpflichtet wird, die Kosten für sensomotorische Einlagen – deren Wirkung zwar nicht bewiesen ist, die aber auf naturwissenschaftlich anerkannten Theorien (Voijta – Therapie, Bordiol usw.) stützen, zu übernehmen."

hallo,

kann mir jemand sagen ob oben erwähntes urteil nur für kinder oder auch für erwachsene gilt?

die dak argumentiert nämlich damit, dass die kosten von sensomotorischen einlagen nur bei kindern übernommen werden laut trierer gerichtsurteil vom märz 2009 z.b.

deshalb wäre es interessant zu wissen, ob sich das mainzer urteil sowohl auf kinder als auch auf erwachsene bezieht.

wäre dankbar für antworten.

beste grüße, stent

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Hallo,

das Thema verliert ja nicht gerade an Aktualität. Wir haben immer noch keinen Standart was die Versorgung mit Props angeht. Jede Kasse handhabt das anders. Das die Dinger funktionieren sollte inzwischen aber jedem Fachmann klar sein. Bei uns hat sich, neben den klassischen neurologischen Indikationen eine Innen- oder Außenrotation im Gangbild als ganz sinnvoll erwiesen; wie ist das bei euch?

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um das Thema mal wieder zu beleben: die TK hat die Genehmigungsfreiheit ja als letzte Kasse, zumindest in unseren Breiten abgeschafft. Hat irgendwer zu dem Thema noch einen Best-Practise Ansatz?

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