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Hallo zusammen,

ich versuche im Rahmen meiner Diplomarbeit (Maschinenbau/ Mechatronik) neue Konzepte für vollaktive (evlt. auch nur gesteuerte Dämpfung) Beinprothesen (Knie&Fuß) zu entwickeln. Das ganze wird für wissenschaftliche Zwecke verwendet (Produktentwicklung, Leichtbaukonzepte, Steuerungsoptimierung, Mechanikoptimierung, Funktionsintegrationen usw.).

Ich hoffe hier ein paar Anregungen zum Verbesserungspotential (auf Basis von C-Leg, RheoKnee, Powerknee) zu erhalten. egal in welchem Bereich (Mechanik/Mechatronik, Schnittstellen, Komfort, Sicherheit ...)

Lasst euren Gedanken freien Lauf und schaut mal in die Zukunft was alles möglich sein sollte. auch gerne absurde Ideen.

Ich hoffe auf ne Menge Antworten.

Jochen

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Hallo Jochen,

Bitte guck Dir doch mal meine Idee an. Ich komme leider nicht dazu, das Thema intensiv weiter zu beackern.

Das Ziel meiner Idee wäre eine aktive Prothese zu bauen, die ohne viele Gelenke auskommt und dadurch im Endeffekt billiger herzustellen ist. Zweiter Vorteil ist die für meine Begriffe besser in Griff zu bekommende Kraftwirkung auf den Stumpf.

Klar gibt es auch Nachteile. Würde nicht freuen, wenn jemand da dran bleiben könnte.

http://www.otworld.de/prothesen_orthesen_und_bandagen/forenprojekt_neuartige_lowcost_beinprothese-t752.0.html;msg2462#msg2462

Viele Grüße,

Michael

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Ein motorisiertes oder jedenfalls gesteuertes Kniegelenk das Impulse von der Oberschenkelmuskulatur abnimmt so a la Myoelektrik. Wenn der User z. B. den Quatrizeps femoris anspannt streckt sich das Kniegelenk oder blockiert.

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Hier eine Idee aus Nordkorea: Ein Knöchelgelenk das es vereinfacht in der Hocke ohne Toilette sein Geschäft zu verrichten. Probiere das einmal mit SACH-Fuß, ist nicht einfach! Das ist der Weg wie alle einfachen Toiletten funktionieren oder eben auch in Wald und Wiese.

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@Michael Mann: Danke für deinen Beitrag. Hast dir ja einige Gedanken gemacht.

Die LowCost-Variante ist auch eine Richtung die ich neben der HighTec-Variante ala PowerKnee2 verfolge.

bei der Idee von der Energierückgewinnung über das auftreten muss ich dich leider enttäuschen. Studien haben gezeigt, das da nicht mehr als 1W rum kommt. Besser ist dann die Schwungmasse des Unterschenkels am Ende der Schwungphase zu "bremsen".

Wir forschen in verschiedenen Richtungen... Mechanik, Steuerung/Regelung, Mechatronik usw... aber dann doch mehr in Richtung vollaktive Systeme bestehend aus Knie&Fuß

@Yumi:

in Richtung der Neuronalen Impulsabnahme wird auch viel in der Forschung gemacht, aber leider nicht bei uns. deshalb kann ich dazu nur sagen: "abwarten"

Das mit dem in die Hocke gehen ist eine Sache die ich mir aufgeschrieben habe ;-) danke!

Jochen

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Wie wäre es denn mit einem cleveren multifuktionalen Fußsystem. Ich hatte schon häufiger Patienten, die z.B. mit einer Unterschenkelprothese auch Skifahren möchten, was ja mit einer auf "Laufen" justierten Prothese nicht ganz so einfach ist...

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oOrthOo das wäre wirklich was. Software gesteuert. Am Handy das Program wählen. Schifahren - wandern - laufen - Wiener Walzer. Echt stark.

Jochen, da mußte ich nicht nachdenken. Wenn ich anfange zu grübeln dann reicht Euer Team nicht aus um das zu probieren. Ideen habe ich viele, mir fehlen die Resourcen zum "basteln"! Ich wechsle vielleicht meinen Unsernamen in "Düsentrieb" ;D

Michael

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Die LowCost-Variante ist auch eine Richtung die ich neben der HighTec-Variante ala PowerKnee2 verfolge.

Pate für meine Idee standen die Forderungen Einfachheit, Zuverlässigkeit und Funktionalität. Low Cost kann sehr gerne ein Nebeneffekt sein. Aktiv sollte die Komponente aber auf jeden Fall sein.

...Energierückgewinnung über das auftreten ... da nicht mehr als 1W rum kommt...

Hab ich mir schon gedacht, das wäre auch kein primäres Ziel der ganzen Sache.

... Schwungmasse des Unterschenkels am Ende der Schwungphase zu "bremsen".

...Richtung vollaktive Systeme bestehend aus Knie&Fuß

Genau da hab ich gedacht könnte man mal ansetzen und noch mal drüber nach denken.

Gerade das Schwingen des künstlichen Unterschenkels kann ja dazu führen, dass der Träger stürzt, weil das Bein im evtl. benötigten Moment gerade (noch) nicht da ist. Diesen "Fall" (im doppelten Sinne) wollte ich mit meiner einfachen Lösung vermeiden. Je mehr Gewicht Richtung Boden anfällt, um so besser muss auch der Schaft sitzen. Es gibt betroffene, die können so einen festen Schaft aber nicht benutzen ... bzw. wenn dann nur kurz. Dieser Aspekt führte auch zu meinen Überlegungen, dass ein gerader Ersatz ohne Knie und vielleicht sogar auch ohne Fuß evtl. die einfachste, billigste und nicht mal schlechteste Lösung sein könnte. Zumal das Problem besteht, dass in den ganzen Ersatzteilen kein Gefühl drin steckt.

Man muss sich darauf verlassen - dass alleine dürfte einigen Leuten schwer fallen.

Ich frag mal in die Runde... obwohl das nur die Betroffenen wirklich beantworten könnten:

Muss man denn wirklich zwanghaft etwas in der ursprünglichen Form ersetzen, was so nicht mehr da ist, wenn eine andere Lösung den gleichen Zweck erfüllt?

Viele Grüße,

Michael

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Gast lif23

Gerade das Schwingen des künstlichen Unterschenkels kann ja dazu führen, dass der Träger stürzt, weil das Bein im evtl. benötigten Moment gerade (noch) nicht da ist.

Dafür gibt es meiner Ansicht nach die passenden Systeme mit Federvorbringer. (z.B. 3A15 oder 3A49). Das Problem ist er mangelnde Komfort durch den harten Endanschlag. Dafür gibt es wiederum ausgereifte Systeme, die dann allerdings nur für Höheraktive (2+) geeignet sind

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Ich frag mal in die Rund

Das wird Dir nicht helfen. Viele Amputierte (wahrscheinlich die meisten) streben eine Funktion und Optik an die dem ursprünglichen Zustand nahe kommt. Es gibt aber Ausnahmen wie z.B. Leute die mit Prothese Sport treiben wollen, Bestimmte Berufe wie z.B. Landwirt oder Forstarbeiter die eine Kniesperre schätzen. Bestimmt findest Du Betroffene die genau das möchten was Du beschreibst.

Du mußt als erstes darüber nachdenken wer Deine Technik will. Dann mußt zu mit denen sprechen und Du wirst weiter kommen. In einem deutschsprachigen Forum wirst Du dazu wenig Meinung hören. Wenn Du mit Kollegen in Pakistan oder Afghanistan redest wirst Du ganz andere Kommentare hören. Mit der Allgemeinheit hast Du keine Chancen.

Michael

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