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Hallo,

ich habe seit der Vorstellung in Leipzig die Nachrichten zum Genius Knie interessiert verfolgt. Kann man schon sagen, ab wann das Knie erhältlich ist? Auch würde mich interessieren, was man tun muss damit die Krankenkasse ganze übernimmt (war ja beim C-Leg schon nicht einfach...)

Freue mich auf eure Antworten (falls ihr welche habt;D)

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Sorry, aber das ist Äpfel mit Birnen vergleichen .. ein PASSIVES Kniegelenk braucht logischerweise weniger Energier als ein AKTIVES Kniegelenk. Und ein Kniegelenk OHNE Motor ist logischerweise leiser als eines MIT Motor....

Ich möchte betonen das ich nicht sage das das Genium kein Super-Kniegelenk ist, man muss nur schauen was es wirklich kann und ob der Anwender davon profitiert ....

Alternierendes Treppeaufgehen wird da groß betont, ist z.B. schon immer mit dem RheoKnee möglich! Mit dem C-Leg nicht, mit dem Genium muss der Anwender dadurch das es in Winkelstellung verriegelt weniger Kraft aufwenden als beim RheoKnee, aber Kraft kostet es auch ... definitiv ... Und es wird nicht jedem Anwender gelingen ...

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Naja, Anwender, die mit dem Rheo die Treppe hoch kommen, müssten es ja auch mit dem cleg schaffen...

Die Anwender werden vom genium genauso profitieren wie damals vom Cleg. Es wird auch Anwender geben, deren Prothesen gut aufgebaut und eingestellt waren und die nur wenig Unterschiede zum Genium feststellen. Haben die dann noch zB einen kurzen Stumpf was sicherlich die Möglichkeit des alternierenden Treppaufgehens reduziert, wird der Unterschied gering.

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Sorry, muss ich Dir wiedersprechen! Es ist meines Wissens mit dem C-Leg eben NICHT möglich alternierend die Treppe hinaufzugehen! Das Knie muss zum aufstellen des Fußes auf die Treppe einbeugen, mit dem RheoKnee geht das weil es ohne Last in der Schwungphase ist .. mit dem C-Leg geht es nicht weil es in der Standphase ist und der Anwender somit mit dem steifen Knie in die nächste Stufe eintreten müßte ..

PowerKnee und Genium bekommen das durch spezielles ansteuern hin ..

C-Leg und RheoKnee spielen zwar in der "gleichen Liga", sind von der Funktionsweise aber eben nicht vergleichbar.

Verbesser mich wenn ich falsch liege , ich bin mir allerdings recht sicher ...

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Ich könnte mir vorstellen, das man es beim Rheo einfacher hat... aber aufgrund der Beugelast, die ja nicht gesperrt ist, nicht hinbekommt. Beim Cleg stelle ich es mir wie folgt vor: Einleitung Schwungphase, Aufsetzen auf der nächst höheren Stufe auf das gebeugte Knie...erfordert enorm gutes Timing. Aber eigentlich ähnlich steile Rampe rauf! Bedeutet auch: enorme Stumpfmotorik erforderlich... Und ob Rheo und Cleg gleiche Liga sind sollen andere beurteilen :-)

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Meines Wissens gibt es zur Zeit eine kontrollierte Markteinführung, es ist seit Anfang 2012 erhältlich, es finden Seminare dazu in Duderstadt statt, es kostet 28.000 Euro ...

Es gibt aber halt auch einiges an Auflagen die zu erfüllen sind.

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Hallo zusammen,

ich bin wirklich gespannt wie das Sytem in der Anwendung ist.

Ronya schreibt ja etwas von Auflagen welche erfüllt werden müssen.

Welche Auflagen sind das? Ist es der Anwender der diese erfüllen soll oder der OT?

LG

Alia

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Nein, nur bedingt ... wenn Du es genau wissen möchtest wende Dich an Euren Auissendienst der Fa.Otto Bock.

Meines Wissens wird u.a. das Lasar Posture und das neue Aufbaugerät als Ausstattung gefordert. Ferner muss ein Übungsparcours mit Rampe vorhanden sein. Aber wie gesagt, wenn Du es genau wissen möchtest frag OB direkt oder weiß hier jemand die exakten Details?

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Ich hab mitbekommen, dass OB momentan in der Markteinführung ist, und auch schon Probeversorgungen durchführt. Das was Ronya zur technischen Ausstattung geschrieben hat stimmt :wtf: ;

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Unser Haus ist Genium zertifiziert. Und man ist stolz darauf die Ersten in Berlin zu sein ;-) Die Rampe ist wichtig, Lasar ist klar, und man braucht einen Physiotherapeuten der ebenfalls "zertifiziert" ist der die Betreuung übernimmt. Das ist wohl mit im Preis einkalkuliert, habe was von 5000€ gehört die der Physio dann vom Sanihaus bekommt. Muss aber selber sagen das ich das nicht aus erster Hand weiß da ich nicht an der spitze der Prothetik stehe. Laut Testläufer sind aber schon über 400 Stück verkauft worden, allerdings im Ausland.

Zum Alternierenden Treppensteigen muss ich allerdings sagen, das das echt viel Stumpf Kraft braucht um sowas zu können, Hut ab wer sowas kann.

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Was mac-funky schreibt ist meines Wissens soweit richtig. Div. Aufbaugeräte sind vorgeschrieben. Zertifizierte Mechaniker & Physiotherapeuten (! - das ist neu - gab es beim C-Leg nicht!). Weil der Patient sich mit dem Erhalt des Geniums dazu verpflichtet, ein Lauftraining zu absolvieren, um das Genium wirklich voll auszuschöpfen. Meines Wissens wird das Genium auch nur an Häuser abgegeben bzw. bekommen nur diese Häuser eine Chance sich für das Genium zu qualifizieren, wenn Sie bereits einen gewissen Patientenanteil mit C-Leg-Versorgungen betreuen. So will man verhindern, daß kleine Häuser "einfach mal so" ein Genium verkaufen, der Patient nicht wirklich etwas davon hat, aber das Sanitätshaus erst einmal ordentlich Kohle gemacht hat. Dafür ist das Genium für den Kostenträger einfach zu teuer und Otto Bock fürchtet wohl ein bisschen um den guten Ruf. In der Vergangenheit wurde wohl das C-Leg zu inflationär verbaut. Soll heißen: Patienten, die mit einem anderen (günstigeren) Gelenk besser bedient wären. Solche "Fehler" will man beim Genium wohl vermeiden.

Ähnlich wird es wohl auch bei Otto Bocks Michelangelo-Hand laufen.

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Hallo zusammen,

bin seit 7 Jahren C-Leg-Träger und mir wurde jetzt ein Genium verordnet.

Mein Kostenträger ist die Berufsgenossenschaft und diese verlangt von mir, mich 1 Woche in eine BG-Klinik zu begeben.

Dort soll eine Analyse mit Videoauswertung gemacht werden, bei der ich mit C-Leg und Test-Genium laufen soll um die individuellen Vor-und Nachteile beim Treppensteigen, Schrägen gehen usw. zu testen.

Es ist also durchaus nicht so das einem das Genium einfach so genehmigt wird.

Sicher ist auch der Preis, der mit ca. 32000 Euro nur für das Gelenk zu Buche schlägt (plus neuer Schaft und neuem Fuß natürlich noch mehr) dabei ausschlaggebend.

Nach meiner Rückkehr kann ich dann gerne einige gewonnene Eindrücke über das Genium berichten. Falls es wen interessiert:-).

Adios

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Hallo, ich bin neu hier, Orthopädietechniker-Meister und Genium-zertifizierter Techniker in Bayern. Nach 7 Versorgungen muss ich sagen, dass ich noch nicht viele Kniegelenke gesehen und verbaut habe, die das Prädikat "nahezu genial" verdient hätten. Ich bin eigentlich recht kritisch, wenn es um Versprechen geht, die dem Techniker und seinem Patienten von der Industrie gemacht werden. Egal, wer dieses Gelenk entwickelt und auf den Markt gebracht hat, es ist ein Gelenk an dem man objektiv kaum einen Fehler finden kann. Ein Prothesenpassteil, das innerhalb von Minuten (!) bei richtigem Einbau und Justierung durch den Techniker, dem Patienten ein Grinsen ins Gesicht meißelt, kann so schlecht nicht sein.

Es ist leider nicht so, dass das Sanitätshaus bzw. der Techniker hier mal nen schnellen Euro machen kann, deshalb kann diese Versorgung auch nicht unbedingt in jedermanns Hände. Wir sind es unseren Patienten schuldig, uns intensiv mit ihnen zu befassen und das für ihn individuell sinnvollste Paßteil zu finden und zu erproben. Das kostet leider auch viel Geld (auch mal abgesehen von der Ausstattung und der Ausbildung) so dass die Leistung dann auch eine gewisse Gegenleistung erfordert. Der ehrliche Techniker wird ein entsprechendes Prothesensystem auch nur dann beantragen und testen, wenn er sicher sein kann, dass die Versorgung seinem Kunden auch nutzt, alles andere währt sicher nicht lange.

Natürlich ist das Kniegelenk samt erforderlichem Zubehör in der Anschaffung recht hochpreisig, dies hat aber nicht der Techniker zu verantworten und sollte deshalb auch nicht ihm angelastet werden. Es handelt sich bei einem derartigen Paßteil nicht um ein Massenprodukt das 218 Mio. mal verkauft wurde wie z.B. nur das iPhone.

Einen derartigen Vergleich halte ich nicht für gerechtfertigt.

Wie dem auch sei: Ich finde das Genium anderen auf dem Markt befindlichen Kniegelenken deutlich überlegen (subjektiv) und rate jedem Betroffenen, für den so etwas in Betracht kommt, das Gelenk auch zu testen und sich dann eine eigene Meinung zu bilden. Wir Techniker sind bereit dazu und versuchen eine möglichst objektive Betrachtungs- und Bewertungsweise zu schaffen, um auch Nichtbetroffenen und Kostenträgern zu vermitteln, dass eine Prothese, egal wie teuer sie ist, kein adäquater Ersatz für verlorengegangene Funktionen der natürlichen Extremitäten sein kann und nicht immer nur auf der wirtschaftlichen Ebene über Preise diskutiert wird.

Ein funktioneller Zugewinn kann nicht mit Geld aufgewogen werden.

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Dem kann ich nur zustimmen. Auch wir haben bereits einige Probeversorgungen durchgeführt und bei allen Beteiligten besagtes Grinsen ins Gesicht gezaubert. Es gibt derzeit einfach nichts Vergleichbares. Dabei ist das "Upgrade" immer weniger spektakulär als der Rückgang auf C-Leg oder dergleichen ....

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Welches Treppaufupgrade meinst Du?

Mit dem Rheo kann man seit es auf dem Markt ist alternierend die Treppe hochgehen, vorausgesetzt Kraft des Anwenders und Hebelarm passen... da ist nichts geändert worden, das geht schon immer !!!

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